Unterkühlte Kajakfahrer in der Wismarbucht aus Seenot gerettet
Kajakfahrer in Wismarbucht aus Seenot gerettet

Zwei Kajakfahrer sind am späten Samstagabend in der Wismarbucht aus Seenot gerettet worden. Der Mann und die Frau waren bereits stark unterkühlt und klammerten sich an ihr gekentertes Kajak. Seenotretter und Wasserschutzpolizei haben die beiden Menschen geborgen.

Suchaktion nach gekentertem Kajak

Gegen 21 Uhr war der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ein gekentertes Kajak im Fahrwasser zwischen der Insel Poel und Hohen Wieschendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) gemeldet worden. Daraufhin begann eine größere Suchaktion.

An der Suche beteiligten sich neben dem Seenotrettungsboot „Wolfgang Wiese“ unter anderem die Wasserschutzpolizei, Boote der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen und Boltenhagen, der Wassergefahrenzug Nordwestmecklenburg sowie ein Rettungshubschrauber.

Entdeckung und Rettung

Gegen 21.45 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte etwa 50 Meter entfernt ein kleines Licht auf dem Wasser. Rund eine Seemeile, knapp zwei Kilometer, vor Hohen Wieschendorf fanden sie schließlich den Mann und die Frau. Beide klammerten sich an ihr Zweierkajak, das zu großen Teilen bereits unter Wasser lag.

Die beiden Kajakfahrer im Alter zwischen etwa 55 und 60 Jahren waren nach Angaben der DGzRS erschöpft und stark unterkühlt. Bei dem Mann stellten die Seenotretter eine Körpertemperatur von nur noch 33 Grad fest. Beide wurden aus dem Wasser geholt und zunächst von den Einsatzkräften versorgt.

Weitere Versorgung und Hintergründe

Anschließend brachten Seenotretter und Wasserschutzpolizei die beiden zum Anleger Hohen Wieschendorf. Dort warteten bereits Rettungswagen und ein Notarzt und übernahmen die weitere Versorgung. Auch das gekenterte Kajak wurde geborgen.

Zum Zeitpunkt des Einsatzes hatte das Wasser nach Angaben der DGzRS eine Temperatur von rund 20 Grad. Es herrschte etwa ein halber Meter Seegang.