Jäger verkauft Waschbär- und Nutria-Burger aus Imbisswagen
Jäger verkauft Waschbär- und Nutria-Burger

Mirko Plaul, ein begeisterter Jäger aus Reinhardtsdorf, hat eine ungewöhnliche Verwertungsmethode für erlegtes Wild gefunden: Seit drei Jahren verkauft er aus seinem Imbisswagen Burger aus Waschbär- und Nutriafleisch. In seinem Jagdrevier am Cramoner See sorgt der 49-Jährige für einen ausgewogenen Wildbestand, erlegt aber auch zunehmend invasive Arten wie Waschbären und Nutrias.

Vom Jäger zum Burgerbrater

„Mein Anspruch ist es, dass das, was man schießt, auch verwertet werden sollte. Bei Füchsen und Mardern geht das nicht. Da ist selbst der Erlös für Felle zu gering“, erklärt Plaul. Bei Waschbären und Nutrias ist das anders: Pro Jagdsaison erlegt er rund 40 bis 50 Waschbären, Nutrias sind es deutlich weniger – etwa zehn Stück. Die Idee, das Fleisch zu vermarkten, entstand nach einem Besuch auf der Hanse Sail in Rostock, wo er einen Anbieter traf, der bereits Nutria- und Waschbärwurst auf der Grünen Woche verkauft hatte.

Besondere Burger-Kreationen

Statt Wurst probierte es Plaul mit Burgern. Nach vielen Rezepturtests mit Freunden und Familie hat er nun zwei Spezialitäten im Angebot: den „River-Beast-Burger“ aus Nutria- und Wildschweinfleisch sowie den „Bären-Burger“ aus Waschbär- und Rehfleisch. „Waschbärenfleisch ist sehr fettig und braucht Reh als trockenes Fleisch, um schmackhaft angerichtet werden zu können. Umgekehrt ist es beim Nutria“, erklärt der 49-Jährige. Ein reiner Wildschwein-Burger kostet acht Euro, die Wildkreationen liegen bei 9,50 Euro. Die höheren Kosten begründet er mit dem geringeren Fleischertrag pro Tier bei Waschbären und Nutrias.

Wo es die Burger zu probieren gibt

Der Imbisswagen mit grüner Beleuchtung ist auf verschiedenen Veranstaltungen zu finden. Nächste Gelegenheit ist das Stepenitztalfest in Mühlen Eichsen vom 31. Juli bis 2. August. Auch auf dem Gadebuscher Weihnachtsmarkt Ende November 2026 will Mirko Plaul seine „River-Beast-Burger“ und „Bären-Burger“ anbieten.