Exotische Burger aus Waschbär und Nutria: Jäger Mirko Plaul in Nordwestmecklenburg
Jäger Mirko Plaul serviert Waschbär-Burger in Nordwestmecklenburg

Mirko Plaul ist begeisterter Jäger und betreibt einen Imbisswagen in Nordwestmecklenburg. Seit drei Jahren verkauft er dort Burger aus verschiedenen Wildfleischsorten, darunter auch Waschbär und Nutria. Die Idee entstand, als er einen Anbieter auf der Hanse Sail traf, der Salami und Bratwurst aus diesen Tieren anbot.

Vom Jagdrevier auf den Teller

In seinem Jagdrevier am Cramoner See erlegt Plaul regelmäßig Rehe und Wildschweine, aber auch immer häufiger Waschbären und Nutrias. „Mein Anspruch ist es, dass das, was man schießt, auch verwerten sollte“, erklärt der 49-Jährige. Während Füchse und Marder ungenießbar sind, eignen sich Waschbär und Nutria für die Küche.

Plaul probierte viele Rezepturen aus und fand schließlich die richtige Mischung: Der „River-Beast-Burger“ besteht aus Nutria- und Wildschweinfleisch, der „Bären-Burger“ aus Waschbär- und Rehfleisch. „Waschbärenfleisch ist sehr fettig und braucht Reh als trockenes Fleisch. Umgekehrt ist es beim Nutria“, so Plaul.

Preise und Verkaufsaktionen

Ein reiner Wildschwein-Burger kostet acht Euro, die exotischen Kreationen schlagen mit 9,50 Euro zu Buche. Grund dafür ist der höhere Aufwand bei der Verarbeitung der kleineren Tiere. „Wenn ich ein Schwein verwerte, ergibt es viel mehr Fleisch als bei einem Waschbären oder Nutria, aber die Kosten sind dieselben“, erläutert der Imbissbetreiber.

Wer die Burger probieren möchte, hat dazu auf dem Stepenitztalfest in Mühlen Eichsen vom 31. Juli bis 2. August Gelegenheit. Auch auf dem Gadebuscher Weihnachtsmarkt Ende November 2026 wird Plaul mit seinem grün leuchtenden Imbisswagen vor Ort sein und den „River-Beast-Burger“ sowie den „Bären-Burger“ anbieten.