Ein spontaner Kurzurlaub an der Ostsee begann mit einem kleinen finanziellen Abenteuer. Im Dorf stand der einzige Sparkassenautomat still, also starteten die Besucher mit mageren Bargeldreserven in ihr Kühlungsborn-Abenteuer.
Kurtaxe und Supermarkt: Erste Bargeldhürden
Die Realität der Kurtaxe holte sie schnell ein: Die Gastgeberin kassierte pro Person zwölf Euro für vier Nächte sofort. Den nächsten Akt des Verprassens legten sie im Supermarkt hin: Die Tochter zahlte 35 Euro für das obligatorische Frühstücks-Setup – Milch, Müsli und einen Hauch von Urlaubsluxus. Sie zahlte bar, während der Autor mit dem Zwergschnauzer vor der Tür wartete.
Abendessen an der Promenade: Nur Barzahlung
Der Abend endete mit einem Bummel entlang der Promenade und führte zur nächsten Kalkulation: Wo essen, ohne das Urlaubsbudget zu sprengen? Sie entschieden sich für ein thailändisches Restaurant. Sie nahmen zwei Plätze ein, bestellten schnell und machten es sich auf der Terrasse bequem. Als die Rechnung kam, zerbröselte die anfängliche Urlaubsentspannung. Die Kellnerin verlangte Bares und verwies auf ein kleines Schild an der Eingangstür: „Nur Barzahlung.“
Peinliches Zusammenkratzen von Münzen
Peinlich berührt kramten sie Euromünzen und Centstücke aus Geldbörsen und Hosentaschen zusammen, bis der Betrag gerade noch aufgebracht war. Der Autor hätte sich einen kleinen Aufsteller auf dem Tisch, einen Hinweis in der Speisekarte oder eine Information durch die Servicekraft beim Bestellen gewünscht. Dass nicht nur sie über zu wenig Bargeld verfügten, zeigte der Blick in die Runde. Ein Urlauber sprang spontan vom Tisch auf und eilte zum nächsten Bankautomaten.
In einer touristischen Hochburg wie Kühlungsborn erwartete der Autor nicht, dass ein Restaurant in prominenter Lage die Kreditkarte verweigert. „Reisen bildet – auch wenn man lernt, mit Bargeld als touristischem Kulturgut umzugehen“, so die Erfahrung.