Friedhof in Gadebusch: 56.000 Euro für neuen Gehweg
Gadebusch: 56.000 Euro für neuen Friedhofsweg

Auf dem Friedhof in Gadebusch wird derzeit das Wegenetz vervollständigt. Das Unternehmen LUT Landschaftsbau und Umwelttechnik Gadebusch verlegt rund 11.200 Steine für einen etwa 120 Meter langen Weg in Richtung Trauerfeierhalle. Die Arbeiten sollen voraussichtlich in dieser Woche abgeschlossen werden.

Spende von Privatpersonen ermöglicht Bau

Für diesen letzten Bauabschnitt waren rund 56.000 Euro nötig. Sechs Altgadebuscher stellten 46.000 Euro zur Verfügung, weitere 10.000 Euro kamen von der Kirchengemeinde. Dr. Gerhard Schotte, Mitglied der Friedhofskommission, zeigte sich froh und dankbar für dieses finanzielle Engagement: „Das zeigt die tiefe Verbundenheit dieser Menschen zu ihrer Stadt.“

Neue Parkplätze und geplante Treppensanierung

Die Stadt Gadebusch lässt zudem neue Parkplätze am Eingangsbereich des Friedhofs in Höhe der Heinrich-Heine-Straße bauen. Die Arbeiten führt das Unternehmen TSB Gadebusch aus. In einem weiteren Schritt soll die marode Treppe zum Urnenfeld saniert werden; die Stadt stellte dafür rund 20.000 Euro in Aussicht.

Bereits 2025 Hauptwege saniert

Im Vorjahr war mit der Instandsetzung der Hauptwege begonnen worden. Rund 180.000 Euro wurden investiert, um potenzielle Stolperfallen zu beseitigen. Die Kosten trugen Kirchengemeinde und Stadt zu gleichen Teilen. Zuvor hatte es eine Fusion des städtischen und des kirchlichen Friedhofs gegeben.

„Es waren teilweise halsbrecherische Wege. Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, hatten sich vor der Sanierung der Wege schon nicht mehr auf den Friedhof getraut“, berichtete Gerhard Schotte. Der Friedhof habe durch die festen Wege eine positive Veränderung erfahren, ohne seinen Charakter als Ruhestätte zu verlieren. Langfristiges Ziel sei es, das Areal zu einem Parkfriedhof zu entwickeln.

Beisetzungsformen und historische Persönlichkeiten

Neben klassischen sind auch neue Beisetzungsformen möglich, darunter Urnen-Partnergrabstellen, Urnen-Baumbestattungen, Urnenbestattungen auf der „grünen Wiese“ und Erdbestattungen mit Grabplatte auf dem Rasen. Auf dem Friedhof fanden Persönlichkeiten wie die Mitbegründerin der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen, Agnes Karll, ihre letzte Ruhestätte.