Die Stadt Schwaan im Landkreis Rostock startet erstmals einen Bürgerhaushalt. Insgesamt stehen 30.000 Euro zur Verfügung, davon sind 6.000 Euro für Kinder und Jugendliche reserviert. Mehrere Wochen lang konnten die Einwohnerinnen und Einwohner Vorschläge im Rathaus abgeben. Insgesamt gingen 18 Einreichungen ein, manche davon mit mehreren Projektideen.
Verwaltung prüft die Vorschläge
„Die Resonanz auf unseren ersten Aufruf hat uns gefreut“, sagt Bürgermeister Mathias Schauer (UWS). Er spricht von einer „bunten Mischung unterschiedlichster Ideen“. Mit diesen beschäftigt sich nun die Verwaltung. Es muss abgeklärt werden, ob die Regeln hinter dem Bürgerhaushalt eingehalten werden. So darf ein Vorschlag beispielsweise nicht zu teuer sein, muss der Allgemeinheit zugute kommen und in die Zuständigkeit der Stadt fallen.
Vielfalt von der Warnow bis zum Kunstmuseum
„Inhaltlich reicht die Palette von eher kleinen und sehr konkreten Maßnahmen bis hin zu größeren Wünschen“, so Schauer. Es kam beispielsweise der Wunsch nach weiteren Sitzmöglichkeiten im Stadtgebiet auf, aber auch die Verbesserung von Spielplätzen und der Barrierefreiheit genau wie die Forderung nach einer Einstiegsstelle für Kanus oder Kajaks an der Warnow. Auch kulturelle Ideen gab es – wie den Wunsch nach weiteren Skulpturen für das Kunstmuseum.
Nicht berücksichtigt werden können Ideen nach einem eigenen Kleinbusverkehr, zusätzliche Fußgängerüberwege an Landes- und Kreisstraßen sowie größere Baumaßnahmen. „Gerade solche Vorschläge zeigen aber sehr gut, welche Themen die Menschen beschäftigen – auch wenn sie am Ende möglicherweise nicht über den Bürgerhaushalt umgesetzt werden können“, erklärt der Bürgermeister.
Abstimmung im September
Im September sollen die Schwaanerinnen und Schwaaner dann aus den gültigen Vorschlägen auswählen.