Beamte sagen im Drogenprozess um Segeljacht aus
Beamte sagen im Drogenprozess um Segeljacht aus

Im Prozess um zwei mutmaßliche Drogenschmuggler, die auf dem Seeweg Kokain von Kolumbien nach Europa bringen wollten, werden vor dem Rostocker Landgericht heute (9.30 Uhr) ein Zoll- sowie ein Polizeibeamter als Zeugen vernommen. Sie hatten den 59-jährigen Mann und die 67-jährige Frau im vergangenen Jahr nach Deutschland überführt, nachdem die portugiesische Polizei ihre Jacht im Atlantik in der Nähe der Azoren laut Anklage mit rund 264 Kilogramm Kokain gestoppt hatte.

Anklage und Vorwürfe

Dem Ehepaar aus dem Landkreis Rostock wirft die Staatsanwaltschaft Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Verabredung zum Verbrechen vor. Die Jacht hatte das Duo in Greifswald gekauft.

Sicherheitsvorkehrungen und Prozessverlauf

Der Prozess findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Staatsanwaltschaft stuft die Angeklagten als hochgefährdet ein. Beide äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen, wobei die Verteidigung dies aber für den Verlauf des Prozesses nicht ausschloss.