Blaualgen in Warnemünde: Gesundheitsamt rät vom Baden ab
Blaualgen in Warnemünde: Badewarnung für Urlauber

In Warnemünde an der Ostsee ist ein Blaualgenteppich entdeckt worden. Die Hansestadt Rostock meldet das Auftreten über das Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Es besteht der begründete Verdacht, dass es sich um Blaualgen handelt. Das Rostocker Gesundheitsamt empfiehlt allen Badegästen vorsorglich, in diesem Bereich derzeit nicht zu baden und Hautkontakt mit den Algen zu vermeiden. Ein offizielles Badeverbot wurde noch nicht ausgesprochen.

Betroffene Strandabschnitte

Die Warnung betrifft die Strandabschnitte 30 bis 36, etwa auf Höhe des neuen Friedhofs entlang der Ostsee in Richtung Westen. Die Stadtverwaltung erklärt in einer Pressemitteilung, die Warnung gelte ausdrücklich besonders für Kinder und Hunde. Hunde sollten das Wasser auch nicht trinken, da das Verschlucken von Blaualgen schwere Vergiftungen auslösen kann.

Warum Blaualgen im Sommer entstehen

Die Bildung von Blaualgenteppichen ist im Hochsommer nicht ungewöhnlich. Bei warmem, sonnigem Wetter und nährstoffreichem Wasser vermehren sich die Algen stark und sammeln sich an der Oberfläche zu sichtbaren Teppichen. Wind und Strömung können die Teppiche kurzfristig verlagern oder auflösen. Trotz des Namens handelt es sich bei Blaualgen nicht um Algen, sondern um Bakterien, sogenannte Cyanobakterien, die zu den ältesten Organismen der Erde zählen. Sie kommen natürlich in Seen, Flüssen und Küstengewässern vor.

Woran man Blaualgen erkennt

Blaualgen sind gut zu erkennen: Das Wasser wirkt blau-grünlich trüb, oft bilden sich schlieren- oder teppichartige Beläge an der Oberfläche. Eine alte Faustregel besagt: Kann man in knietiefem Wasser die Füße nicht mehr sehen, ist Vorsicht geboten. Bei Hautkontakt verursachen einige Arten Hautreizungen, Schwellungen oder allergische Reaktionen. Verschlucktes Wasser kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen und sogar Atemnot führen.