Fabian-Prozess dauert länger: Neue Termine bis Oktober
Fabian-Prozess: Neue Termine bis Oktober

Der Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow wird länger dauern als geplant. Das Landgericht Rostock hat sechs zusätzliche Verhandlungstermine bis zum 8. Oktober angesetzt, wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorgeht. Ursprünglich hätte das Urteil gegen die Angeklagte bereits am 10. September gesprochen werden sollen. Der Prozess läuft seit Ende April.

Vorwurf: Tötung und Brandlegung

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, den Jungen am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt zu haben. Das Motiv soll in der Beziehung der Angeklagten zu Fabians Vater und deren zeitweisem Ende liegen. In dem Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und zahlreiche Gutachten vorgelegt. Die Angeklagte bestreitet eine Beteiligung an der Tat.

Antrag auf neuen Sachverständigen

Die Verteidigung hat zuletzt beantragt, einen neuen rechtsmedizinischen Sachverständigen zu bestellen. Dieser soll klären, wie lange die Leiche gebrannt hat. Nach Angaben der Verteidiger ist die Brenndauer entscheidend dafür, ob der von der Staatsanwaltschaft angenommene Tatablauf überhaupt möglich ist.

Das Beweisprogramm für die zusätzlichen Termine ist laut Landgericht noch offen. „Ob sämtliche weiteren Termine benötigt werden, steht daher auch noch nicht fest“, erklärte eine Gerichtssprecherin.