Die 400-Meter-Läuferin Johanna Martin vom 1. LAV Rostock bestreitet am Donnerstag, 13. August, ihren ersten Einzelstart bei internationalen Titelkämpfen. Bei der Europameisterschaft in Birmingham geht es für die 20-Jährige ab 13.45 Uhr um den Einzug ins Finale über die Stadionrunde. Dank ihrer Saisonbestzeit von 50,57 Sekunden ist sie direkt für das Halbfinale gesetzt.
Premiere bei den Großen
„Ich freue mich auf mein erstes Einzelrennen bei einer großen Meisterschaft. Das ist noch einmal etwas ganz Besonderes. In der Staffel war ich ja schon dabei. Ich werde alles geben, um gut zu performen. Mal schauen, was am Ende dabei herauskommt“, sagt Johanna Martin. Die Rostockerin war 2024 bei der Staffel-WM auf den Bahamas und 2025 bei den Weltmeisterschaften in Tokio über 4x400 Meter im Einsatz.
Ihr bisher größter Erfolg war der Gewinn der Silbermedaille bei den U20-Europameisterschaften 2025 in Tampere. Ein Jahr zuvor wurde sie bei der U20-WM in Lima Vierte. Im zweiten der drei Halbfinals trifft sie unter anderem auf die Tschechin Lurdes Gloria Manuel und die Britin Charlotte Henrich.
Bekannte Gegnerinnen
„Viele Läuferinnen kenne ich schon von früheren Wettkämpfen im Nachwuchsbereich. Charlotte ist sogar eine gute Freundin von mir. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe und wir gegeneinander laufen“, so Johanna Martin. Sie hofft vor allem auf schönes und warmes Wetter.
Die Unterbringung im Hotel ist nach ihren Worten top, auch das Frühstück. Nur Mittag- und Abendessen seien nicht immer nach ihrem Geschmack. „Wir sind mitten in der Stadt untergebracht. Zum Essen gehen wir dann eben in ein Restaurant. Das ist kein Problem“, sagt die Rostockerin.
Staffel am Sonntag
Johanna Martin ist auch für die 4x400-Meter-Staffel am Sonntag um 22.33 Uhr eingeplant. Das Gelände ums Stadion nutzt sie fürs Training, viele Wettkämpfe schauen will sie sich nicht an, um nichts zu riskieren. Unmittelbar vor der Abreise nach England war sie ein bisschen krank. „Mittlerweile geht es mir aber schon wieder besser. Ich hoffe, dass ich bis zu meinen Starts wieder komplett gesund bin und dann eine gute Leistung zeigen kann. Ich werde mein Bestmögliches geben“, sagt sie. Mit ihren 50,57 Sekunden war sie so schnell wie keine andere Deutsche seit 25 Jahren.