Aus für begleitetes Trinken: MV-Gesundheitsministerin zufrieden
Aus für begleitetes Trinken: MV-Ministerin zufrieden

Das Bundeskabinett hat die Abschaffung des sogenannten begleiteten Trinkens beschlossen. Damit dürfen Jugendliche unter 16 Jahren künftig auch in Begleitung ihrer Eltern keinen Alkohol wie Bier, Wein oder Sekt in der Öffentlichkeit konsumieren oder erwerben. Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese begrüßte die Entscheidung als „wichtigen Schritt für einen konsequenten Jugendschutz und großen Erfolg für die Alkoholprävention“.

Langer Einsatz der Ministerin

Die SPD-Politikerin setzt sich seit Jahren dafür ein, dass 14- und 15-Jährige in Begleitung ihrer Eltern in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken dürfen. Gemeinsam mit anderen Ländern brachte Mecklenburg-Vorpommern 2025 erfolgreich eine Initiative in den Bundesrat ein, die die Abschaffung des begleiteten Trinkens forderte. Auch die Gesundheitsministerkonferenz hatte auf Initiative des Bundeslandes entsprechende Schritte beschlossen.

Gesetzentwurf geht an den Bundestag

Der Gesetzentwurf wird nun im Bundestag beraten. Drese betonte, es dürfe nicht als normal angesehen werden, jungen Menschen schon mit 14 oder 15 Jahren den Einstieg in den Alkoholkonsum zu ermöglichen.

Ministerin hätte lieber 18 Jahre

Die Ministerin würde sogar gerne noch weitergehen. Vor drei Jahren hatte sie gesagt, am liebsten wäre ihr eine Altersgrenze von 18 Jahren, „wie in den Ländern um uns herum“. Aber da es für eine Änderung des Jugendschutzgesetzes Mehrheiten brauche, wären 16 Jahre schon ein Erfolg.