Spaziergänger haben am Dienstagmittag einen Leichnam am Strand von Nienhagen entdeckt, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatte es am Montag einen stundenlangen Großeinsatz von Rettungskräften im Wasser, an Land und in der Luft gegeben. Die Einsatzkräfte suchten einen vermissten Schwimmer. Der Urlauber kehrte nicht vom Baden zurück, die Suche musste in den Abendstunden erfolglos abgebrochen werden.
Fundort im Bereich von Ferienhäusern
Der Fundort befindet sich im Bereich von Ferienhäusern an der Alten Schule im Ostseebad Nienhagen. Mit aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich um den seit Montagabend vermissten Schwimmer. Kriminalbeamte haben erste Ermittlungen aufgenommen, sie gehen aber nicht von einem Unfall oder Fremdverschulden aus.
Starke Strömung lässt Schlimmes erahnen
Ein Hinweisgeber hatte gegen 14.30 Uhr am Montagnachmittag auf Höhe des Aufgangs 4 in Nienhagen am Strand Kleidungsstücke und einen Ausweis des Mannes gefunden. Da der Schwimmer nicht wieder zurückkehrte, hatte der Passant die Rettungskräfte verständigt. Diese rückten mit einem Großaufgebot an.
In der Spitze acht Schiffe beziehungsweise Boote, dazu Feuerwehren aus der Region, Wasserwacht und DLRG sowie drei Hubschrauber beteiligten sich an der Suche nach dem vermissten Schwimmer. Der starke Wind und die daraus resultierende gewaltige Unterströmung ließen Schlimmes erahnen. Im Wasser bildeten die Rettungskräfte eine so genannte Tauchkette und suchten auf dem Grund der Ostsee nach einem Leichnam. Parallel kreisten Hubschrauber und Drohnen in der Luft und versuchten, so den Vermissten ausfindig zu machen.
Hintergrund zur Berichterstattung
Der Nordkurier berichtet im Einklang mit dem Pressekodex normalerweise nicht oder nur sehr knapp über Fälle mit Zusammenhang zu möglichen Selbsttötungen oder -versuchen, zumal erwiesen ist, dass derartige Berichterstattungen auch das Risiko von Nachahmer-Effekten birgt. In begründeten Einzelfällen weichen wir von dieser Richtlinie ab – im konkreten Fall, weil die genauen Umstände in der Ursprungsberichterstattung noch nicht feststanden und der Einsatz der Polizei bereits große Aufmerksamkeit erregt hat.
Falls Ihre eigenen Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Es gibt zahlreiche, auch anonyme Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800/1110111 und 0800 /1110222. Der Anruf ist kostenlos und taucht nicht in der Telefonrechnung auf.