Am Damerower Weg in Rostock ist die finanzielle Zukunft von sechs Fußballvereinen ungewiss. Steigende Betriebskosten und wegfallende Zuschüsse setzen die Sportvereine unter Druck. Betroffen sind der Rostocker FC, der F.C. Förderkader René Schneider e.V., der Post SV Rostock, der Eisenbahner Sportverein Rostock 1948 e.V., der PSV Rostock und der SV Hafen Rostock e.V. 1961.
Steigende Kosten und wegfallende Zuschüsse
Die Vereine müssen bereits jetzt höhere Selbstbeteiligungen für die Nutzung der Sportplätze zahlen, die im Eigentum der WIRO stehen. Diese Situation wird durch steigende Betriebskosten und wegfallende Zuschüsse verschärft. Bisher tragen die Vereine, der Stadtsportbund und die WIRO die Kosten gemeinsam, wobei die WIRO Differenzbeträge selbst ausgleicht.
WIRO streicht Zuzahlung aus steuerrechtlichen Gründen
Ab 2031 könnte den Vereinen das finanzielle Aus drohen, da die WIRO ihre Zuzahlungen aus steuerrechtlichen Gründen nicht mehr leisten kann. Auch der Stadtsportbund kann derzeit nicht zusagen, ob eine Weiterförderung nach 2031 möglich sein wird. Für die Vereine könnte das die Existenz bedrohen.
Einige Vereine haben bereits ihre Mitgliedsbeiträge erhöht, andere lehnen das ab. „Wir möchten die Mitgliedsbeiträge nicht erhöhen. Wir wollen, dass Sport bezahlbar ist und jeder Sport machen kann“, sagt Rico Turner, Vorstand des SV Hafen Rostock. Um neue Einnahmen zu generieren, sind Spendenläufe, Turniere und ein Aktionswochenende im September geplant.
Protestaktionen und Gesprächsbereitschaft
Um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen, erwägen die Vereine auch Spielausfälle. Damit soll gezeigt werden, welche Konsequenzen das Einstellen des Spielbetriebs nach 2031 hätte: leere Fußballfelder. Die WIRO und die Hansestadt Rostock haben auf Anfrage des NDR erklärt, mit allen Beteiligten ins Gespräch gehen zu wollen. Langfristig wolle man am Spielbetrieb der Vereine am Damerower Weg festhalten und den Sport an diesem Standort sichern.