In Rostock findet vom 7. bis 11. September die 32. Aktionswoche Sucht und Prävention statt. Das Gesundheitsamt der Hansestadt und weitere Akteure laden dazu ein, um über aktuelle Entwicklungen im Bereich Sucht zu informieren und Zugänge zu Hilfsangeboten zu zeigen.
Schwerpunkte der Aktionswoche
Die Woche beleuchtet zentrale Themen wie den Umgang mit Sucht in der Familie, körperliche Schäden durch Suchtmittelkonsum sowie Strategien zur Deeskalation im Kontakt mit stark berauschten Personen. Auch der Umgang mit problematischem Gaming oder Glücksspielsucht ist Teil des Programms.
Wie in jedem Jahr beteiligen sich alle Suchtberatungsstellen in Rostock mit eigenen Veranstaltungen an der Suchtwoche. Das traditionelle Kegelturnier der Selbsthilfegruppen ist ebenfalls Teil des Programms.
Aussagen des Senators
„Die Aktionswoche zeigt, wie vielfältig die Präventionslandschaft in Rostock ist. Sie macht deutlich, dass Sucht viele Gesichter hat und in allen gesellschaftlichen Schichten Thema ist“, sagt der für das Gesundheitsamt zuständige Senator Steffen Bockhahn (parteilos). „Mit der Aktionswoche wollen wir zeigen, dass Hilfe für jede und jeden erreichbar ist und neue Zugangswege geschaffen werden.“
Suchtsymposium und Fachtag
Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock veranstaltet am Dienstag, 8. September, ihr 19. Suchtsymposium. Experten sprechen über sichere und respektvolle Deeskalation im Umgang mit stark berauschten Patienten, über die gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Suchterkrankungen sowie über philosophische Perspektiven auf Willensfreiheit und Abhängigkeit.
Am Mittwoch, 9. September, steht der Fachtag im Zeichen der künstlichen Intelligenz (KI) in der Suchtberatung. Es soll gemeinsam diskutiert werden, wie KI-gestützte Systeme Beratungsstellen entlasten, neue niedrigschwellige Zugänge schaffen und Hilfesuchenden zielgerichtet und zügig passende Angebote finden können. Ein Höhepunkt ist um 19 Uhr der Filmabend „Innenwelten“ mit Kurzfilmen über Menschen mit gelebter Sucht- und Genesungserfahrung. Im Anschluss findet eine moderierte Diskussion statt.