Die Entscheidung über den Standort des Archäologischen Landesmuseums in Rostock lässt weiter auf sich warten. Das Finanzministerium teilt mit, dass die Prüfung noch nicht abgeschlossen ist. Ein Baubeginn im Jahr 2026 gilt als ausgeschlossen.
Standortprüfung dauert an
Ursprünglich sollte der Neubau am Stadthafen entstehen. Doch die Kosten sind von 55 auf 85 Millionen Euro gestiegen. Deshalb prüft das Land nun auch die sanierungsbedürftige Societät am Steintor als Alternative. Finanzminister Heiko Geue hatte im März eine zeitnahe Entscheidung angekündigt, doch diese wurde verschoben.
Rostock bevorzugt Societät
In der Hansestadt gibt es breite Unterstützung für die Societät. Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger sieht Vorteile in der Lage an der vielbefahrenen Kreuzung, da das Museum gut mit Bus und Bahn erreichbar wäre. Auch die Fraktionen von SPD, Linke, CDU, FDP und Hansefraktion äußern sich unterschiedlich, aber viele können sich die Societät vorstellen.
Freundeskreis mahnt zur Eile
Der Freundeskreis Archäologisches Landesmuseum drängt auf eine Entscheidung. Der stellvertretende Vorsitzende Carsten Schmoldt betont, dass Mecklenburg-Vorpommern das einzige Bundesland ohne ein solches Museum sei. Die Funde lagern in Depots, ohne dass die Öffentlichkeit sie sehen kann.
Eine Landgewinnung am Stadthafen wird in diesem Jahr nicht mehr beginnen. Die Projektleiterin hatte ursprünglich einen Baubeginn Ende 2027 angepeilt, doch dieser Zeitplan ist nun hinfällig.