Bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel ist am Sonntag Albrecht Wienß als neuer Pastor der Güstrower Domgemeinde eingeführt worden. Auf der großen Wiese neben dem Gotteshaus bezeugte der 38-Jährige, den Dienst mit Gottes Hilfe anzunehmen. Auch die Gemeinde bekräftigte ihr „Ja“ zu ihrem neuen Pastor.
Ein Jahr Vakanz endet
„Wir feiern einen Neuanfang“, sagte Propst Dirk Fey. Denn ein Jahr lang war die Güstrower Domgemeinde ohne Pastor. „Sie werden nun pflanzen und begießen, werden Seelsorger sein“, so der Propst zu Albrecht Wienß. Er verglich die Arbeit in einer Kirchengemeinde mit einer Baustelle: „Auf einer Baustelle ist es auch mal staubig, aber man packt gemeinsam an.“
Wienß hatte Bedenkzeit
Albrecht Wienß, der vor einigen Jahren bereits als Vikar in Güstrow tätig war, freut sich auf seinen Dienst. „In meiner Zeit als Vikar habe ich die Gemeinde und die Stadt kennen und lieben gelernt“, sagt der dreifache Familienvater, für dessen gesamte Familie dies nun ein Neuanfang wird. Er habe sich einige Bedenkzeit genommen, bevor er sein „Ja“ gefunden habe. „Aber als der Ruf in unsere Herzen durchgekommen ist, haben wir frohen Herzens gepackt und sind hergekommen“, so Pastor Albrecht Wienß.
Grüße aus Politik und Gemeinde
Viele gute Worte gab es zur Einführung von Pastoren der Kirchenregion, aber auch von Sascha Zimmermann als Güstrower Bürgermeister. „Ich würde mich freuen, wenn wir beide Hand in Hand zusammenarbeiten, im Team Güstrow“, sagte er.
Jens-Peter Schulz, Pastor der Güstrower Pfarrgemeinde, der in der Zeit der Vakanz zum großen Teil die Domgemeinde mitgetragen hat, freut sich auf die künftige Zusammenarbeit. „Dass sich beide Gemeinden aufeinander zu bewegen wünsche ich mir, für das Wohl der Stadt“, betonte er beim Überreichen der Pfarrkirche und des Doms in Kleinformat, mit Lego-Steinen gebaut.
Offen für neue Impulse
Matthias Fischer als Vorsitzender des Kirchengemeinderates überreichte dem Pastor einen Kalender, in dem schon einige Termine eingetragen sind. Dennoch sei er nicht der Meinung, dass alles so bleiben müsse, wie es ist. „Wir sind auch offen für neue Impulse“, sagt er.
Gerade den Umzug hinter sich, lebt sich die fünfköpfige Familie nun in der Stadt ein. In wenigen Wochen wird eine der Töchter eingeschult und Albrecht Wienß hat seinen Dienst begonnen. Besonders angesprochen habe ihn die gute Zusammenarbeit der Kirchen und Gemeinden in der Stadt. „Das ist ganz wichtig in unserer Zeit, dass wir uns vernetzen und Synergien suchen“, ist er überzeugt.