Seit Juli steht in Warnemünde ein kostenloser Sonnencreme-Spender am Strand. Er befindet sich am Strandaufgang 1 in der Nähe der Wal Strandbar und der überdimensionalen Visit-Rostock-Buchstaben. Das Gerät gibt automatisch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 ab, sobald eine Hand hineingehalten wird.
Pilotprojekt mit mehreren Partnern
„Es ist ein Pilotprojekt der Wal Strandbar, der Tourismuszentrale und weiteren Partnern“, erläutert Moritz Naumann von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde. Gerade bei sonnigen Tagen sei es sinnvoll, wenn es vor Ort einen Sonnencreme-Spender gebe, um Hautkrebserkrankungen vorzubeugen. Die Idee dazu hatte Strandbar-Chef Christoph Krause.
Die Aufstellung des Spenders mit der Aufschrift „Hautkrebs ist kein Souvenir“ erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Rostock und dem Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern. Dort weiß man: „Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland und die Zahl der Neuerkrankungen steigt seit Jahren.“ Umso wichtiger sei es, „Sonnenschutz einfach und für alle zugänglich zu machen“. Der neue Spender sei ein „Beitrag zur Prävention“.
Vorreiter Graal-Müritz und Usedom
In anderen Ostseebädern gibt es das Angebot bereits länger. Im Ostseeheilbad Graal-Müritz stehen seit dem Vorjahr drei Spender am Strand, die je nach Sonnenstärke die angemessene Schutzintensität berechnen und anbieten. Auf der Insel Usedom gibt es seit diesem Frühjahr zehn kostenlose Sonnencreme-Spender an verschiedenen Stränden, die auch den aktuellen UV-Index anzeigen.
„Auch bei der Hanse Sail sind wir von Nivea unterstützt worden“, so Naumann weiter. Eine Ausweitung des Projekts auf andere Strandaufgänge sei auch aufgrund der Klimaentwicklung denkbar. Die Meteorologen wissen: Der Sommer ist noch lange nicht vorbei – damit auch nicht die Sonnen- und Hautkrebsgefahr.