Trotz Zucken am Start: Lia Flotow stürmt ins EM-Halbfinale
Trotz Zucken: Flotow im EM-Halbfinale

Die Rostocker Hürdensprinterin Lia Flotow hat sich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für das Halbfinale qualifiziert. Trotz eines Zuckens am Start überstand sie den Vorlauf über 100 Meter Hürden. Das Halbfinale findet am Dienstag um 20.55 Uhr statt.

Schrecksekunde am Start

Die 21-Jährige vom 1. LAV Rostock musste am Start einen Moment der Unsicherheit überstehen. ARD-Experte Frank Busemann, Vize-Olympiasieger im Zehnkampf von 1996, rechnete sogar mit einem Fehlstart. Doch Flotow hatte Glück.

„Das Problem war, dass ich gezuckt habe und dann geht man automatisch zurück. Ausgerechnet in diesem Moment hat der Starter geschossen. Ich hatte eigentlich schon gedacht, dass jetzt zurückgeschossen wird. Zum Glück wurde das aber nicht und auf einmal musste ich ganz schnell loslaufen“, schilderte sie die Situation.

Gute Zeit trotz schwachem Start

Mit 12,95 Sekunden wurde sie Fünfte in ihrem Vorlauf und in der Gesamtrechnung Neunte. Die besten zwölf Athletinnen erreichten das Halbfinale. „Am Ende wurde es noch eine ganz gute Zeit, und es hat gereicht für das Halbfinale. Für diesen Start war es sogar eine sehr gute Zeit“, so Flotow.

Im Halbfinale will sie den Moment genießen und sehen, was möglich ist. Mit einem besseren Start traut sie sich eine neue persönliche Bestleistung zu – ihre aktuelle liegt bei 12,83 Sekunden. „Dienstag beginnt noch einmal alles von vorn. Ich mache mir jetzt keinen Druck mehr. Ich bin im Halbfinale. Das wollte ich erreichen. Ich werde jetzt einmal schauen, wie es läuft – hoffentlich aber mit einem besseren Start“, sagte die Athletin.