Der Zoo Rostock setzt bei hohen Temperaturen auf verschiedene Kühlmethoden: Duschen, Eisbomben und klimatisierte Rückzugsorte. Das teilte der Zoo mit.
Dusche für die Riesenschildkröte
Die Galapagos-Riesenschildkröte „Isabela“ erhält täglich eine Dusche von Tierpfleger Philip Matias. Das Abduschen gehört zur regulären Pflegeroutine und dient dem Tier zugleich als Beschäftigung. An besonders warmen Tagen ist das Wasser eine willkommene Erfrischung.
Die drei Riesenschildkröten des Zoos können außerdem in Wasserbecken im Innen- und Außenbereich baden oder sich in einen klimatisierten Innenbereich zurückziehen. Als wechselwarme Tiere sind sie auf ihre Umgebungstemperatur angewiesen: Morgens nutzen sie die Sonne zum Aufwärmen, bei zunehmender Hitze halten sie sich lieber im Schatten auf.
Abkühlung ist bei diesen Temperaturen besonders wichtig, denn die Obergrenze der erträglichen Körpertemperatur liegt bei 36 bis 39 Grad Celsius. Höhere Körpertemperaturen führen zum Tod der Tiere.
Weitere Kühlmethoden für andere Arten
Im Darwineum leben derzeit drei weibliche Galapagos-Riesenschildkröten: Nanda ist 13 Jahre alt, Espanola 22 und Isabela 31. Nanda ist mit 96 Kilogramm aktuell das schwerste Exemplar. Die Tiere können theoretisch mehr als 170 Jahre alt werden.
Wassersprenger halten die Rasenflächen der Entenvögel feucht. Eisbären können sich in schattige, kühle Betonboxen zurückziehen und in ihren Wasserbecken baden. Bei Bedarf duscht das Pflegeteam auch sie ab.
Abkühlung als Beschäftigung
Für manche Tiere verbinden die Pfleger Abkühlung und Beschäftigung: Sie frieren etwa Fisch in Eisblöcken ein. Um an das Futter zu gelangen, müssen die Tiere das Eis aufbrechen.
Der Baumbestand im Zoo sorgt eigenen Angaben zufolge ebenfalls für viel Schatten. Bei hohen Temperaturen ziehen sich viele Tiere allerdings ins Wasser, in schattige Bereiche oder in kühlere Innenräume zurück und sind dann mitunter schlechter zu beobachten.