Auto vor Sommerhitze schützen: Tipps gegen Überhitzung
Auto vor Sommerhitze schützen: Tipps gegen Überhitzung

Zur Mittagszeit kann sich ein Auto im Sommer schon nach 90 Minuten bei direkter Sonneneinstrahlung im Innenraum auf etwa 60 Grad Celsius aufheizen, warnt der ADAC. Schon ab 40 Grad Celsius besteht ein massives Gesundheitsrisiko für Kleinkinder und ältere Menschen. Deshalb sollten Kinder, Hilfsbedürftige, ältere Menschen oder Hunde bei Sonne niemals allein im Auto zurückgelassen werden.

Fahrzeug im Schatten parken – Sonnenschutz verwenden

Autofahrer sollten ihr Fahrzeug möglichst im Schatten parken. Direkte Sonneneinstrahlung lässt sich am wirkungsvollsten mit sogenannten Halbgaragen – einer Abdeckplane, meist aus Nylon – verhindern. Abhilfe kann auch eine Sonnenschutzfolie mit Aluminiumbeschichtung schaffen, die über die Windschutzscheibe gelegt wird; von innen angebracht ist sie weniger effektiv.

Sonnenrollos oder Sonnenblenden nachrüsten

Ein paar Grad Wärme lassen sich zudem einsparen, wenn die Fenster im Fond – also im hinteren Innenraum des Fahrzeugs – mit Sonnenschutz nachgerüstet werden. Kleine Rollos lassen sich mobil mit Saugnäpfen an den Scheiben befestigen. Noch günstiger sind faltbare Sonnenblenden, die sich ebenfalls mit Saugnäpfen fixieren lassen.

Getönte Scheiben halten Wärme ab

Schutz vor dem Aufheizen bieten zudem getönte Scheiben im Fond, die sich mit speziellen Folien auch nachrüsten lassen. Achtung: Tönungsfolien müssen eine Bauartgenehmigung (ABG, ist im Auto mitzuführen) aufweisen, die Prüfnummer muss auf der Scheibe sichtbar sein. Werden nicht zugelassene Produkte verwendet, kann die Betriebserlaubnis erlöschen.

Helle Fahrzeugfarben sorgen für kühleren Innenraum

Am besten schon beim Fahrzeugkauf auf eine helle Lackierung achten. Diese Autos heizen sich nicht so stark auf, dunkle Farben absorbieren Wärme hingegen stärker. Laut ADAC kann das je nach Farbe einen Temperaturunterschied von bis zu zehn Grad Celsius ausmachen.

Verbrennungsgefahr: Heißes Armaturenbrett und Lenkrad

Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich die Oberflächentemperatur von Lenkrad und Armaturenbrett auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen; bei Berührung kann das Verbrennungen der Haut verursachen. Wenn keiner der bereits genannten Sonnenschutzmaßnahmen angewendet wird, diesen Bereich zumindest mit einem hellen Handtuch abdecken. Dasselbe gilt für Kindersitze.

Keine Elektronik und Gefahrenstoffe ablegen

Werden auf dem Armaturenbrett elektronische Geräte wie Smartphones abgelegt, können diese Schaden nehmen oder es kann zu einem Akkubrand kommen. Auch abgelegte Feuerzeuge mit Flüssiggasfüllung haben auf dem heißen Armaturenbrett nichts zu suchen; sie können explodieren und das austretende Gas kann sich entzünden.

Klimaanlage und Lüftung richtig einstellen

Vor der Abfahrt zunächst alle Fenster öffnen, damit die warme Luft entweichen kann. Sobald die Klimaanlage beginnt zu kühlen, die Fenster wieder schließen, damit keine warme Luft mehr nachströmt. Während der Fahrt sollte die Temperatur nicht zu kalt eingestellt werden, auch wenn es zunächst erfrischend erscheint. Die optimale Wohlfühltemperatur liegt zwischen 22 und 25 Grad. Liegt die Innenraumtemperatur deutlich darunter, droht eine Verkühlung. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn die Luftdüsen direkt auf Personen gerichtet sind. Gesundheitliche Folgen können Muskelverspannungen, Halsschmerzen oder eine Erkältung sein.