Ein lauter Knall, berstende Fenster, eine Feuerwalze: Bei einem Wohnhausbrand in der Schweriner Seestraße 23 ist am Donnerstag, 6. August, ein Bewohner ums Leben gekommen. Die Berufsfeuerwehr Schwerin bekämpfte den Brand, der in einer mittleren Wohnung ausgebrochen war und sich auf weitere Wohnungen und das Treppenhaus ausbreitete.
Nachbarn berichteten von einer Explosion, die dem Feuer vorausgegangen sein soll. Die Polizei hat Sprengstoffermittler und einen Brandsachverständigen eingeschaltet, um die Ursache zu klären. Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar, das angrenzende Gebäude wurde evakuiert.
Rettungseinsatz und Bergung
Feuerwehreinsatzleiter Stefan Krohn bestätigte: „Leider konnten wir eine Person nur tot bergen. Eine weitere wurde über die Drehleiter gerettet.“ Die verletzte Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei sprach von einer „unbekannten männlichen Person“, die leblos im Haus gefunden wurde. Die Identität wird noch ermittelt.
Ein Hund und mehrere Katzen konnten gerettet werden. Die Feuerwehr war mit insgesamt 42 Einsatzkräften vor Ort, darunter die Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst und freiwillige Feuerwehren aus Schwerin.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt. Die Ursache ist noch unklar, auch wenn Anwohner von explosionsartigen Geräuschen berichten. Einsatzleiter Krohn verwies darauf, dass bei extremer Hitze auch Fenster und Türen bersten können, was wie eine Explosion wirken könnte.
Die Kripo bittet Zeugen, die Hinweise mit Bild- oder Videomaterial zum Brandgeschehen geben können, sich unter der Rufnummer 0385 51804720 zu melden.