Nach Explosion in Schwerin: Ursache weiter unklar – Spendenaktionen gestartet
Nach Explosion in Schwerin: Ursache unklar – Spenden gestartet

Eine Woche nach der Explosion in der Schweriner Feldstadt sind die wichtigsten Fragen noch immer offen. Das beschädigte Haus in der Seestraße 23 bleibt gesperrt, elf Mieter können nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein technischer Defekt wurde von den Ermittlern bislang ausgeschlossen, die Ursache der Explosion ist weiter ungeklärt. Auch die Identität des Toten ist noch nicht abschließend geklärt.

Ermittlungen zur Explosion laufen weiter

Was die Explosion ausgelöst hat, ist weiterhin unklar. Eine zuvor diskutierte mögliche Verpuffung durch einen Propangaskocher ist bislang nicht bestätigt. In sozialen Netzwerken wird über einen Zusammenhang mit Gasleitungen spekuliert, dafür gibt es nach aktuellem Stand jedoch keine belastbaren Hinweise. Die Ermittlungsbehörden machen derzeit keine weiteren Angaben zur möglichen Ursache.

In einer Wohnung im Mittelgeschoss der Seestraße 23 brach anscheinend das Feuer aus. Eine Druckwelle ließ die Scheiben am 7. August bersten.

Identität des Toten weiter ungeklärt

Auch die Identität des Mannes, der nach der Explosion und dem anschließenden Brand tot im Gebäude gefunden wurde, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen eine Obduktion und möglicherweise eine DNA-Untersuchung Gewissheit bringen. Damit ist weiterhin offen, ob es sich bei dem Verstorbenen um den Bewohner der Brandwohnung handelt.

Spendenaktionen für betroffene Mieter gestartet

Während Polizei und Staatsanwaltschaft weiter ermitteln, müssen die betroffenen Mieter ihren Alltag neu organisieren. Das Haus ist nach Angaben der Stadt nicht einsturzgefährdet, die Wohnungen können wegen der Folgen des Brandes aber weiterhin nicht genutzt werden. Eigentümer Silvio Brüning will das Gebäude wieder aufbauen. Mehrere Spendenaktionen für Betroffene beziehungsweise deren Angehörige und Freunde sind online gestartet.

In einem Spendenaufruf schildern Freunde einer betroffenen Familie die Folgen des Brandes. Das Zuhause sei durch die starke Rauchentwicklung unbrauchbar geworden, persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke seien verloren oder nicht mehr nutzbar. Die Familie sei körperlich unverletzt geblieben, benötige nun aber Unterstützung, um sich neu einzurichten. Eine weitere betroffene Mieterin äußerte sich in den sozialen Medien: Nach ihren Angaben überlebten zwei ihrer insgesamt sechs Katzen das Feuer nicht. Zugleich dankte sie den Rettungskräften für ihren Einsatz und dafür, dass sie sich während der Löscharbeiten auch um die Tiere gekümmert hätten.

Offene Fragen für die Bewohner

Für die Betroffenen stellt sich neben der Suche nach einer Unterkunft auch die Frage, wie die entstandenen Schäden reguliert werden. Welche persönlichen Gegenstände ersetzt werden können und wie die Versicherungen mit den Folgen des Brandes umgehen, beschäftigt die Bewohner ebenso wie die Frage, wann sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Während das Gebäude wieder aufgebaut werden soll, ist für die Bewohner damit noch vieles offen.