Hoffnung für Pleitehotels: Revo-Gruppe findet für 154 Häuser neue Eigentümer
Revo-Gruppe: 154 Pleitehotels bekommen neue Eigentümer

Die Aufteilung der Häuser der insolventen Revo Hospitality Group nähert sich einem positiven Ende. 154 insolvente Hotels der Gruppe sollen bis Anfang Oktober an fünf internationale Hotelgruppen sowie verschiedene weitere Investoren übergeben werden. Das teilte der Insolvenzverwalter am Dienstag in Berlin mit. Betroffen von der Insolvenz waren auch mehrere Häuser in Mecklenburg-Vorpommern, darunter das traditionsreiche Intercity-Hotel in Schwerin.

Mehrheit der Arbeitsplätze bleibt erhalten

Teilweise hätten die neuen Eigentümer die 2- bis 5-Sterne-Häuser in Deutschland, Österreich und Holland bereits übernommen. Damit bleibe auch ein Großteil der 5450 Arbeitsplätze in den Hotels erhalten.

Für neun insolvente Hotels suchen die beiden Sanierungsgeschäftsführer Dr. Gordon Geiser und Dr. Benedikt de Bruyn von GT Restructuring derzeit noch Käufer. Gleiches gilt für die nicht insolventen Revo-Hotels in der Schweiz und Polen.

138 Gesellschaften hatten Insolvenz angemeldet

138 Hotelgesellschaften von Revo hatten im Januar und Februar beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreiber unterhielt Revo den Angaben zufolge in 135 Städten Hotels für Marken wie Steigenberger, Pullmann, Mövenpick, Ibis und Intercity, aber auch eigene Marken wie die der H-Hotels.

„Für jedes der 178 insolventen Hotels mussten wir angepasste Lösungen finden. In jedem Fall waren die Interessen von Immobilieneigentümer, Franchisegeber und Arbeitnehmern zu berücksichtigen, um die Gläubiger entsprechend dem gesetzlichen Auftrag bestmöglich zu befriedigen. Insgesamt liegen wir im Zeitplan und konnten bereits 125 Hotels verkaufen“, erläuterte Dr. Benedikt de Bruyn.

29 Kaufverträge stehen kurz bevor

Überwiegend handelt es sich seinen Worten nach um übertragene Sanierungen, bei denen ein Hotel direkt an Investoren übergeben wird. Für andere Hotels würden den Gläubigern Insolvenzpläne vorgelegt. 29 Kaufverträge sollen demnächst unterzeichnet werden. „15 Häuser mussten leider geschlossen werden, da beispielsweise hohe Investitionen in den Brandschutz nötig gewesen wären“, so der Insolvenzbeauftragte.