Beim vierten Feuerwehrmarsch der Jugendfeuerwehren im Demminer Land stellten sich fünf Jugendwehren mit insgesamt 76 Teilnehmern an sechs Stationen anspruchsvollen Aufgaben. Die Teamarbeit stand im Vordergrund, doch auch das Ein- und Aussteigen, die richtige Kleidung und Wissen aus den Ausbildungen flossen in die Bewertung ein.
Gerätekunde spielerisch abgefragt
Die Sarower Wehr war mit den meisten Teilnehmern unterwegs. Auf dem Gelände der Feuerwehr in Sarow erwartete die anderen Wehren eine Art Memory: In einem Feld aus 16 Gegenständen mussten die Jugendlichen eines der Geräte anhand der Beschreibungen wiedererkennen. „Das fordert Wissen in Gerätekunde und ist bei den Jugendlichen eigentlich eher unbeliebt“, erklärt Amtsjugendwartin Rebecca Kreidt.
In Sternfeld war Teamarbeit gefragt: Ein mit Wasser gefüllter Eimer musste über sechs Leinen transportiert werden, ohne den Eimer zu berühren. Das Wasser musste anschließend in einen Bottich umgekippt werden. Die Herausforderung bestand darin, dass sechs Kinder sich gut absprechen und gemeinsam agieren mussten, so die Amtsjugendwartin.
Auch die Feuerwehr Kletzin setzte auf Teamarbeit und Vertrauen: In einer Schubkarre war ein Brett mit sechs Bechern voller Wasser befestigt. Ein Kamerad der Jugendwehr musste dieses Gefährt mit verbundenen Augen durch einen Parcours fahren und sich darauf verlassen, dass seine Kameraden ihn mit guten Kommandos leiten.
Hand-Augen-Koordination und Feuerwehr-Pingpong
Die Demminer Feuerwehr stellte ebenfalls eine Station, obwohl ihre Jugend nicht am Wettbewerb teilnahm. Hier mussten die Jugendlichen ihre Hand-Augen-Koordination unter Beweis stellen: Mit einer Drehleiter wurden sie auf drei Meter Höhe gefahren und mussten Tennisbälle in ein Gefäß werfen oder rollen. Dabei ging es auch darum, die richtige Taktik zu besprechen und gemeinsam einen Lösungsweg zu finden.
In Gnevezow spielten die Jugendlichen Feuerwehr-Pingpong. Aus einer Grabbelkiste mussten Geräte erraten und den anderen erklärt werden. Danach durften Tischtennisbälle in Gefäße geworfen werden. Auch hier stand das eher unbeliebte Thema Gerätekunde im Vordergrund, sagt Rebecca Kreidt, die der Wehr Pentz/Gnevezow angehört.
Teamarbeit beim Pumpen und Werfen
In Schönfeld bei der Feuerwehr Ostufer Kummerower See ging es um Teamarbeit und Zielgenauigkeit: Kleine Wasserbomben mussten mit Wasser aus einer Pumpe aufgefüllt, weitergereicht und in einen Eimer geworfen werden. So entstand eine Kette aus verschiedenen Aufgaben. Wie im Einsatz mussten die Jugendlichen auf ihre Kameraden hören und Aufgaben gezielt ausführen, damit schnell eine Lösung gefunden wird.
„Der ganze Tag kam bei allen Feuerwehren sehr gut an. Es ist fast etwas magisch gewesen, weil einfach alles so gut zusammengespielt hat“, sagt Rebecca Kreidt. Besonders stolz ist sie auf die 76 Jugendlichen, die teilgenommen haben. „Sie alle konnten hervorragend zeigen, was sie in den Ausbildungen gelernt haben“. Auch die Kinder waren begeistert, erzählt sie.
Den Marsch gewann in diesem Jahr die Feuerwehr Sarow. Im nächsten Jahr hofft die Amtsjugendwartin, dass wieder mehr Feuerwehren mitmachen können. Es fehlten die Jugendwehren Nossendorf, Warrenzin-Zarnekow und Demmin. „Wir machen das aber auf jeden Fall wieder. Das hat wirklich viel Spaß gemacht“, sagt Rebecca Kreidt.