Innenminister Christian Pegel hat Gewalt gegen Einsatzkräfte scharf verurteilt, nachdem binnen zwei Tagen zwei Polizeibeamte in Mecklenburg-Vorpommern bei Einsätzen verletzt worden waren. Das Ministerium für Inneres und Bau teilte mit, die Beamten seien anschließend ausgefallen.
Pegel: Angriffe konsequent verfolgen
„Dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt werden, darf uns nicht kaltlassen“, erklärte Pegel. Einsatzkräfte müssten darauf vertrauen können, dass Angriffe auf sie ernst genommen und konsequent verfolgt würden. Gewalt dürfe nicht zum Risiko des Helfens werden, betonte der Minister.
Zwei Vorfälle innerhalb von zwei Tagen
Am Sonntag wurde ein Polizist bei einem Einsatz nach einem Verkehrsunfall bei Garlitz an der Hand verletzt. Ein 23-Jähriger soll bei den anschließenden polizeilichen Maßnahmen Widerstand geleistet haben, der Beamte war danach nicht mehr dienstfähig.
Am Montagnachmittag wurde ein weiterer Beamter bei einem Einsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung in Horst am Handgelenk verletzt. Ein 43-jähriger Mann soll bei seiner Ingewahrsamnahme Widerstand geleistet und mehrfach nach den Beamten getreten haben.
Fallzahlen leicht rückläufig
Nach Angaben des Innenministeriums wurden im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 540 Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und 519 Fälle tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und gleichgestellte Personen registriert. Beide Zahlen waren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Rund 96 Prozent der Opfer waren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte.