Explosion auf Campingplatz Kamerun: Frau schwer verletzt
Explosion auf Campingplatz Kamerun: Frau verletzt
Am sommerlichen Nachmittag riss eine Explosion eine Familie mit zwei Töchtern aus dem Ferientraum auf dem fast voll belegten Campingplatz Kamerun in Waren an der Müritz. Eine 36-jährige Frau wurde im Gesicht, am Hals und an den Armen schwer verletzt. Ein 34-jähriger Mann hatte versucht, eine Gaskartusche eines Campingkochers mit Spiritus zu füllen, was zu einer Verpuffung führte, so die Polizei.

Ersthelfer im Einsatz

Stephan Holtkamp, der den Urlaub mit Bernd Kruse auf dem Platz verbrachte, eilte sofort nach dem Knall und den Schreien zum Unglücksort. „Da funktioniert man einfach ohne Angst“, sagte er. Die beiden Mädchen, etwa acht und zehn Jahre alt, und der Mann wurden von Nachbarn vom Ort gebracht. Ein Arzt und eine Krankenschwester, die ebenfalls auf dem Platz urlaubten, leisteten erste Hilfe. Holtkamp und andere holten immer wieder nasse Handtücher, um die Brandwunden der Frau zu kühlen. „Sie war nicht bewusstlos, muss höllische Schmerzen gehabt haben“, so Holtkamp. Er wies dann die Rettungswagen ein, da die Stelle abgelegen unter Bäumen liegt. „Es ging alles wirklich schnell und professionell.“

Reaktionen und Folgen

Ein Sprecher des Campingplatzes bedauerte den Vorfall: „Wir hatten seit Jahren keine großen Unfälle. Es tut uns sehr leid für die Familie.“ Kurzzeitig bestand die Sorge, dass Bäume in Brand geraten könnten. Manfred Weiß, der etwa 100 Meter entfernt campte, berichtete: „In den 18 Jahren, in denen meine Frau und ich hier Urlaub machen, haben wir so etwas noch nicht erlebt.“ Bernd Kruse, der geduscht hatte, erfuhr später von der Explosion. „Die Mutter hat immer wieder nach ihren Kindern gefragt, als sie von den Ersthelfern versorgt wurde“, erzählte Holtkamp. Die verletzte Frau wurde per Rettungshubschrauber nach Berlin in eine Spezialklinik für Brandverletzungen geflogen. Der Mann und die Kinder reisten ab. Noch weht Flatterband nahe dem gedeckten Tisch, an dem die Familie essen wollte.