Großbrand in Bützow: Lagerhalle zerstört, eine Person verletzt
Großbrand in Bützow: Lagerhalle zerstört

Eine rund 600 Quadratmeter große Lagerhalle im Bützower Vierburgweg ist bei einem Großbrand am Freitagmittag vollständig zerstört worden. Nach Angaben der Polizei wurde eine Person verletzt. Die Feuerwehr war mit zeitweise bis zu 90 Einsatzkräften vor Ort.

Feuerwehr alarmiert und Riegelstellung erfolgreich

Gegen 11.50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Halle, die mit Reifen und verschiedenen anderen Waren gefüllt war, bereits in Vollbrand. Wegen einer massiven Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Einsatzleiter und stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bützow, Alexander Kraak, ließ das Alarmstichwort umgehend erhöhen. In der Spitze waren zwischen 85 und 90 Einsatzkräfte aus den Ämtern Bützow und Güstrow sowie vom Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises im Einsatz. Die wichtigste Aufgabe zu Beginn war es, ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Gebäude zu verhindern. Diese Riegelstellung gelang den Kräften erfolgreich, der Brandherd konnte vollständig auf die betroffene Halle eingegrenzt werden.

Wasserversorgung als Herausforderung

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar, da vor Ort nur zwei Hydranten zur Verfügung standen. Die Einsatzkräfte mussten lange Schlauchleitungen über weite Strecken verlegen, unter anderem aus Richtung des Bahnhofs, der Sporthalle und der nahegelegenen Regionalen Schule, um den Löschangriff und die Drehleiter zu versorgen.

Die extreme Hitze und körperliche Anstrengung forderten Tribut. Zwei Feuerwehrleute mussten wegen Kreislaufproblemen und Dehydrierung vorübergehend vom Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes betreut werden, der primär für die Verpflegung zuständig war. Beide sind wieder wohlauf. Weitere verletzte Personen wurden nicht gemeldet.

Schaumteppich und Stromabschaltung

Nachdem das Hauptfeuer unter Kontrolle war, begannen die Kräfte mit dem Ablöschen letzter Glutnester, die sich unter anderem in einem Rohrstapel außerhalb der Halle gebildet hatten. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, wurde das Areal abschließend mit einem großflächigen Schaumteppich abgedeckt.

Für die Dauer der Arbeiten schaltete der Energieversorger Wemag den gesamten Stromkomplex vorübergehend ab. Ein Anwohner konnte nach einer Kontrolle des verrauchten Gebäudes und dem Abzug der Rauchwolke wieder in seine Unterkunft zurückkehren. Einsatzleiter Kraak ging am Nachmittag davon aus, dass die Arbeiten bis zum frühen Abend abgeschlossen sein würden. Angaben zum Zustand der verletzten Person, zur Brandursache oder zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor.