Nach Hausexplosion in Waren: Ermittler suchen weiter nach Unglücksursache
Hausexplosion in Waren: Ermittler suchen Ursache

Einen Tag nach der verheerenden Hausexplosion mit einem Toten in Waren an der Müritz sucht die Polizei weiter nach der genauen Unglücksursache. Die Ruine des betroffenen Wohnhauses unweit der Bundesstraße 192 ist weiträumig abgesperrt, rot-weißes Flatterband schirmt die Einsatzwagen von Polizei und technischem Hilfswerk ab.

Einsturzgefahr erschwert die Untersuchung

Anwohner des Wohngebietes hinter einem Einkaufsmarkt stehen in Gruppen zusammen und tauschen sich zu dem Fall aus und müssen Umwege in Kauf nehmen, beißender Brandgeruch liegt immer noch in der Luft. Ein Brandsachverständiger hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Untersuchungen bereits aufgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Fachmann konnte wegen der akuten Einsturzgefahr das Obergeschoss des zerstörten Hauses aber noch nicht betreten. In dem Gebäude war nach der mutmaßlichen Gasexplosion am frühen Montagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Giebelwände wurden herausgedrückt.

Leiche in den Trümmern gefunden

In den Trümmern fanden Feuerwehrleute am Nachmittag eine Leiche, deren genaue Identität noch nicht zweifelsfrei geklärt sein soll. Nach Informationen des Nordkurier soll es sich dabei um den einzigen Bewohner des Hauses handeln, der zurückgezogen lebte. Hintergrund der Explosion könnte ein Familienstreit des Mannes um das Wohnrecht in dem etwa 35 Jahre alten Haus sein.

Der Gesamtschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Sollte sich der bisherige Verdacht bewahrheiten, dass die Explosion durch den Toten verursacht wurde, würden die Ermittlungen wieder eingestellt werden.