Die Löschgruppe Storkow der Freiwilligen Feuerwehr Penkun kann sich über ein neues Einsatzfahrzeug freuen. Bettina Martin (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, überreichte im Namen des Innenministeriums einen Fördermittelbescheid über 80.000 Euro. Das Geld ist für die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) bestimmt.
Neue Mitglieder für die Einsatzbereitschaft
Die Löschgruppe hat Zuwachs bekommen: Seit Anfang des Jahres sind Domenica Bonczek und Silvia Albrecht sowie der Ehemann der Bürgermeisterin in die Feuerwehr eingetreten. Bürgermeisterin Antje Zibell (Werteunion) begründet ihren Schritt damit, dass sie nun, da ihre Kinder aus dem Haus seien, die nötige Zeit für das Ehrenamt aufbringen könne. Damit sei die Storkower Löschgruppe wieder einsatzbereit. Andre Gocke ist seit Kurzem Standortleiter.
Lange Tradition und Eigenleistung
Storkow wurde 1999 als Ortsteil der Stadt Penkun eingemeindet. Mit dem sogenannten Hochzeitsgeld wurde die damalige Garage der Feuerwehr im Jahr 2000 verlängert. Das Gerätehaus wurde erweitert, ein Sanitätstrakt und der Versammlungsraum wurden komplett in Eigenleistung angebaut, betonte die Bürgermeisterin.
Land unterstützt mit Sonderbedarfszuweisung
Die Ministerin bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement und die unzähligen Ausbildungsstunden. „Die Freiwillige Feuerwehr soll bessere Rahmenbedingungen bekommen“, sagte Bettina Martin. Mit der Sonderbedarfszuweisung unterstütze das Land die Neubeschaffung eines modernen Löschfahrzeugs. „Den Feuerwehrfrauen und -männern gilt meine größte Anerkennung für ihr mutiges, ehrenamtliches Engagement“, bekräftigte die Ministerin.
Ersatz für 34 Jahre altes Fahrzeug
Beim Rundgang durch das Gerätehaus berichtete Maik Weber, Gemeindewehrführer von Penkun, vom Einsatz beim Großbrand im Müritz-Nationalpark sowie von den Aufräumarbeiten nach dem Unwetter am 19. Juni. Damals hatte ein Sturm mit Starkregen in Penkun und Sommersdorf Bäume umgeknickt und das Fest zum 750. Jubiläum von Sommersdorf gefährdet. Durch den Einsatz der Feuerwehr und weiterer Freiwilliger konnte der Schaden noch am Abend behoben werden.
Das neue Löschfahrzeug soll das 34 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzen. Laut Maik Weber soll es voraussichtlich im November 2026 geliefert werden und insgesamt etwa 260.000 Euro kosten. Finanziert wird es durch eine Drittelfinanzierung: ein Drittel vom Land, ein Drittel vom Kreis und ein Drittel von der Kommune.