Neubrandenburg: Lokschuppenareal öffnet erstmals seit 15 Jahren
Lokschuppenareal öffnet nach 15 Jahren wieder (16.08.2026)

Am 13. September öffnet das Lokschuppenareal in Neubrandenburg erstmals seit 15 Jahren seine Türen für die Öffentlichkeit. Die Führung ist Teil des bundesweiten Tags des offenen Denkmals, an dem sich die Stadt mit insgesamt drei Führungen beteiligt. Besucher können dann auch die Tollensekaserne und die mittelalterliche Wallanlage erkunden.

Lokschuppenareal nach Sicherung wieder zugänglich

Nach der Sicherung des älteren Lokschuppens ist das Areal erstmals seit 15 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich. An den historischen Gebäuden und Gleisanlagen können Besucher sehen, wie technische Infrastruktur und Stadtentwicklung miteinander verbunden sind. In kleinen Gruppen erläutern Fachleute die Geschichte des Areals, das im 19. Jahrhundert erbaut und in der DDR genutzt wurde, sowie die Planung des zukünftigen digitalen Innovationszentrums und des Bahnhof-Quartiers. Dabei werden auch denkmalpflegerische Herausforderungen thematisiert. Die Führung ist nicht barrierefrei.

Wie die Stadt mitteilt, ist die Führung über das Lokschuppen-Areal bereits ausgebucht. „Wir prüfen, ob wir für den Lokschuppen einen Zusatz-Termin anbieten können“, heißt es aus dem Rathaus.

Tollensekaserne und Wallanlage im Programm

Am Vormittag können Interessierte an einer Führung durch den Neubrandenburger Standort der Bundeswehr teilnehmen. Mit der Tollensekaserne „Weg am Hang“ stellt die Veranstaltung den Denkmalwert der Gesamtanlage sowie zwei denkmalgeschützte Kunstwerke in den Mittelpunkt.

Zusätzlich bietet eine Führung um 13 Uhr auf der mittelalterlichen Wall- und Wehranlage einen Einblick in archäologische Erkenntnisse rund um das historische Verteidigungs- und Wegenetz. Der Treffpunkt ist der Haupteingang am Rathaus. Die Führung dauert etwa 60 Minuten und ist nur bedingt barrierefrei.

Anmeldung für Kaserne bis 4. September

Die Führung in der Tollensekaserne ist auf eine Teilnehmerzahl von 40 Personen begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über www.neubrandenburg.de/kaserne. Interessierte müssen sich bis zum 4. September anmelden, um mehr Informationen zur Uhrzeit und zum Treffpunkt zu erfahren.

Unter dem diesjährigen Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Kulturveranstaltung. Damit präsentiert sie der Öffentlichkeit seit 1993 sonst nicht oder nur teilweise zugängliche Bauwerke und Denkmäler. Die Veranstaltung trägt außerdem den deutschen Beitrag zu den European Heritage Days bei, die das Bewusstsein für die Kultur und Vielfalt Europas fördern.