Toter Jungstorch in Löcknitz: Drohne zeigt traurigen Fund im Nest
Toter Jungstorch: Drohne zeigt traurigen Fund

In Löcknitz hat ein Firmenchef mit einer Drohne einen toten Jungstorch in einem Nest auf einem Schornstein entdeckt. Die Feuerwehr barg das Tier am Mittwoch. Als wahrscheinliche Ursache gilt die anhaltende Hitze.

Fund im Nest auf dem Schornstein

Rico Poley, Geschäftsführer der Elektromaschinen e.G. in Löcknitz, hatte vor zwei Jahren ein Storchennest auf dem Schornstein der Firma in Auftrag gegeben und bezahlt. „Wir freuten uns, als nach zwei Jahren endlich ein Storchenpaar auf unserem Schornstein nistete“, erzählt er. Zuvor seien zwar immer wieder Störche gekommen, aber nicht geblieben.

In diesem Jahr war die Freude groß, denn Jens Krüger vom Storchenpflegehof Papendorf hatte damals bezweifelt, dass die Vögel den Standort annehmen würden. Doch dann lag ein Junges tot auf der Erde. „Wir wussten, dass dort zwei Jungvögel leben. Anwohner, die vom Mehrgeschosser nebenan auf das Nest blicken, haben die Tiere dort gesehen.“

Drohne zeigt lebloses Jungtier

Am Mittwoch informierte eine Anwohnerin Poley, dass sich im Nest nichts rührt. Daraufhin entschied er, mit einer Drohne die Lage zu erkunden. Das Junge lag tot im Nest. Poley bat Gemeindewehrführer Enrico Harms, das Tier zu bergen. Harms kam mit der 30 Meter langen Drehleiter und einem weiteren Kameraden auf das Gelände in der Straße der Republik und holte das kleine gefiederte Tier aus dem zwei Meter großen Nest.

Hitze und Futtermangel als Ursache

Für den Feuerwehrmann war der Anblick traurig, wie er am Donnerstag erzählt. Wie Poley vermutet auch er, dass die anhaltende Hitze in diesem Jahr dazu führt, dass so viele Vögel verenden. Auch Futtermangel führt oft dazu, dass Eltern ihre Kinder aus dem Nest werfen.

In diesem Jahr musste die Feuerwehr noch keine weiteren Störche retten. „Ich erinnere mich aber, dass wir im vergangenen Jahr mehrere Jungtiere aus einem Nest holten. Es waren noch ganz kleine, die der Storchenhof in Papendorf anschließend erfolgreich aufzog.“

Hoffnung auf das nächste Jahr

Rico Poley und sein Team hoffen nun, dass die Störche im nächsten Jahr wieder auf dem Schornstein nisten und den Sommer besser überstehen. Bis dahin will der Tierfreund überlegen, wie er die Familie von Meister Adebar aufmerksamer beobachten kann, um schneller eingreifen zu können.