Landtagswahl 2026: Direktkandidaten im Wahlkreis 35 der Haff-Region
Direktkandidaten für Landtagswahl in der Haff-Region

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Wenige Wochen vor dem Urnengang nimmt der Wahlkampf an Tempo zu. Im Wahlkreis 35, zu dem neben der Stadt Ueckermünde auch die Ämter „Am Stettiner Haff“ und „Torgelow-Ferdinandshof“ zählen, steht die Frage an, wer die Region künftig im Schweriner Landtag vertritt.

Patrick Dahlemann will sein Direktmandat verteidigen

2021 errang Patrick Dahlemann für die SPD mit 36 Prozent der Wählerstimmen den Sieg um das Direktmandat. Sein damaliger Gegenkandidat von der AfD war Nikolaus Kramer, der jetzt in der Pasewalker Region um das Direktmandat wirbt. 2026 kandidiert Dahlemann, der heutige Chef der Schweriner Staatskanzlei, erneut in seinem Heimatwahlkreis.

Dahlemann ist zudem mit Platz 10 auf der Landesliste seiner Partei im vorderen Bereich vertreten – allerdings wäre er damit bei der zurückliegenden Landtagswahl nicht ins Parlament eingezogen.

Inken Arndt will für die AfD in den Landtag

Eine Frau, die ihm den Direkteinzug verwehren möchte, ist die AfD-Herausforderin Inken Arndt. Sie hat bereits als Landrätin für ihre Partei in Vorpommern-Greifswald kandidiert und unterlag in der Stichwahl Amtsinhaber Michael Sack (CDU). Jetzt nimmt die Unternehmerin einen größeren politischen Wirkungskreis ins Visier. Klar ist für sie schon jetzt: Ähnlich wie bei vielen anderen Mitstreitern ihrer Partei im Landesosten wird der Einzug ins Schweriner Schloss für sie nur über das Direktmandat funktionieren. Mit einem Listenplatz ist Inken Arndt nicht bedacht.

CDU, FDP, Linke und BSW im Wahlkampf

Die CDU geht in der Haff-Region mit dem Greifswalder Politikwissenschaftler Ivo Sieder an den Start. Auch er dürfte nur Chancen auf das Direktmandat haben, um in Schwerin einen Posten zu erwerben. Sieder ist auf der Landesliste der CDU lediglich mit Platz 25 bedacht.

Die weiteren Direktkandidaten der Region müssen vor Ort bei den Wählern punkten, um in den Landtag zu kommen. Dazu zählen der Gastronom Detlef Pohl, der für die FDP antritt, sowie Holger Läufer aus Liepgarten, der sich für das Bündnis Sahra Wagenknecht einsetzt.

Viel dürfte bei der Wahl auch für Linkenkandidatin Steffi Griffel auf dem Spiel stehen. Sie ist Wahlkreismitarbeiterin von Linkenfraktionschefin Jeannine Rösler im Landtag. Während Griffel im Wahlkreis 35 um das Direktmandat wirbt, tut es ihr ihre Chefin im Wahlkreis 29 in der Anklamer Region gleich. Sowohl Jeannine Rösler (Platz 11) als auch Steffi Griffel (Platz 16) sind in diesem Jahr auf ihrer Landesliste nur im Mittelfeld zu finden und könnten darüber an einem Einzug ins Landesparlament scheitern. Die Grünen haben im Wahlkreis 35 keinen Direktkandidaten aufgestellt.