Die September-Tournee der Konzertreihe „Stadt. Land. Klassik!“ hat am Montagabend im Teterower Kulturhaus fulminant begonnen. Das internationale Orchester Neue Philharmonie MV präsentierte Werke aus drei Epochen der Musikgeschichte – von der Wiener Klassik über die Romantik bis zur Moderne. Das Publikum reagierte mit atemloser Stille, Fußtrappeln, Jubelrufen und Beifallspfiffen, besonders nach dem Streicher-Feuerwerk „Die vier Jahreszeiten in Buenos Aires“ von Astor Piazzolla.
Begeisterte Zuhörer im ausverkauften Kulturhaus
Das Teterower Kulturhaus war lange vorher ausverkauft. Durch das Programm führte Lutz Schumacher, Geschäftsführer des Nordkurier, als Moderator des Konzertabends. „Genial. Ich bin total geflasht“, bekannte Anett Koch. Auch Birgit Michel zeigte sich begeistert.
Die „Vier Jahreszeiten in Buenos Aires“ sind eine Reminiszenz des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla an das Werk Vivaldis. Mit leidenschaftlicher Wucht malten die Musiker melancholische Tango-Klangbilder vom quirligen Leben in der Metropole Buenos Aires im Jahreszyklus, gespickt mit Zitaten aus dem Barockwerk. Der kolumbianische Konzertmeister Juan Esteban Rendón zeigte seine Klasse in einem gefeierten Geigen-Solopart.
Mozart und Tschaikowski als Höhepunkte
Ein ganz besonderes Erlebnis war es, Mozarts Serenade Nr. 13, populär bekannt als „Eine kleine Nachtmusik“, live auf der von roten Samtvorhängen umrahmten Guckkastenbühne zu hören. Unter dem einfühlsamen Dirigat von Andreas Schulz erklang das Werk als heiterer, frischer Auftakt eines Konzertabends ausschließlich für Streicher. Wie Lutz Schumacher betonte, höre man bei reiner Streicherbesetzung plötzlich Feinheiten, die sonst im Zusammenspiel mit Bläsern und Schlaginstrumenten untergehen.
Der Bogen schloss sich mit der Streicherserenade op. 48 von Peter Tschaikowski. Diese Komposition in strahlendem Dur war dem oft depressiven russischen Musiker leicht von der Hand gegangen – ganz im Geiste des von ihm verehrten Mozart. Als Zugabe erklang eine filmmusikreife Nummer aus den „Jahreszeiten“ von Tschaikowski.
Weitere Termine der Tournee
Für den Teterower Christoph Honecker war das Werk des Abends das von Astor Piazzolla: „Ein fulminantes Stück, großartig dargebracht. Diese vertrackten Rhythmen, das muss man erstmal so rüberbringen. Meine Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen.“
Die Tournee führt weiter am 16. September ins Historische U in Pasewalk, am 17. September in die Aula der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam (ausverkauft) und am 18. September in die Werleburg Malchow. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse oder über die Internetseite stadtlandklassik.de.