Lebenshof Wietstock: Ziege Flocke sollte an Löwen verfüttert werden
Lebenshof Wietstock: Ziege Flocke sollte an Löwen verfüttert werden

Der Lebenshof in Wietstock hat am vergangenen Sonnabend zahlreiche Besucher angezogen. Trotz fast 40 Grad Celsius kamen mehr als 100 Menschen zum jährlichen Sommerfest. Sie informierten sich über die Arbeit der Tierschützer, lernten gerettete Tiere kennen und saßen bei Kaffee und Kuchen an der langen Kaffeetafel zusammen.

Führungen mit Geschichten über gerettete Tiere

Peter Rotter führte die Gäste in Serie über den Hof und berichtete vom Leid der tierischen Bewohner. Gleich zu Beginn erzählte er von Ziege Flocke. Sie wurde in einem Zoo in Niedersachsen von einer Schülerin per Hand aufgezogen, weil die Mutter sie nicht annahm. Als sie groß genug war, sollte sie an die Löwen verfüttert werden.

Die Schülerin bat im Internet um Hilfe. Peter und Daniel Rotter fuhren fast 800 Kilometer, um das Tier aufzunehmen. In Wietstock darf Flocke nun mit anderen Ziegen, Nandus, Enten, Puten und Pfauen auf der Wiese leben.

Gerettetes Schwein erlebt ersten Matschtag

Nur wenige Meter weiter lag ein noch namenloses Schwein im Schatten. Es war erst vor Kurzem gerettet worden und hatte bei richtigem Matschwetter zum ersten Mal in seinem Leben Gelegenheit, sich im Schlamm zu suhlen. Vorher kannte es nur einen Kastenstand, in dem es sich kaum bewegen konnte.

Viele Besucher des Sommerfestes hofften am Wochenende auf kühlere Temperaturen und Matschwetter. Die Tierschützer berichteten, dass vor allem ältere Gäste gefragt hätten, ob sie im Herbst noch einmal kommen dürften.

Senioren-Cafés im Oktober angekündigt

Die Betreiber haben reagiert und zwei Termine für ein Senioren-Café angesetzt. „Wir laden am 3. und am 17. Oktober zu einem Senioren-Café auf den Lebenshof ein“, sagen Peter und Daniel Rotter sowie Tierfreundin Sarah Splittgerber. An beiden Tagen können die Tiere jeweils von 14 bis 17 Uhr besucht werden. Außerdem können die Senioren bei Kaffee und Kuchen gemeinsam Zeit verbringen.