Lost Place mit DDR-Vergangenheit öffnet erstmals seit 15 Jahren
Lost Place öffnet erstmals seit 15 Jahren

Neubrandenburg beteiligt sich am bundesweiten Tag des offenen Denkmals mit drei Führungen. Am 13. September öffnen das Lokschuppenareal, die Tollensekaserne und die mittelalterliche Wallanlage ihre Türen. Besucher können historische Verbindungen, technische Entwicklungen und Orte der Stadtgeschichte neu entdecken.

Lokschuppenareal nach 15 Jahren wieder zugänglich

Das Lokschuppenareal, ein Lost Place mit DDR-Vergangenheit, ist erstmals seit 15 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach der Sicherung des älteren Lokschuppens können Besucher an den historischen Gebäuden und Gleisanlagen sehen, wie technische Infrastruktur und Stadtentwicklung miteinander verbunden sind.

In kleinen Gruppen erläutern Fachleute die Geschichte und die Planung des zukünftigen digitalen Innovationszentrums sowie des Bahnhof-Quartiers. Auch denkmalpflegerische Herausforderungen werden thematisiert. Die Führung auf dem Areal ist nicht barrierefrei.

Wie die Stadt mitteilt, ist die Führung über das Lokschuppen-Areal, das im 19. Jahrhundert erbaut und in der DDR genutzt wurde, bereits ausgebucht. „Wir prüfen, ob wir für den Lokschuppen einen Zusatz-Termin anbieten können“, heißt es aus dem Rathaus.

Führung durch die Tollensekaserne und auf der Wallanlage

Am Vormittag können Interessierte an einer Führung durch den Neubrandenburger Standort der Bundeswehr teilnehmen. Die Tollensekaserne „Weg am Hang“ stellt den Denkmalwert der Gesamtanlage sowie zwei denkmalgeschützte Kunstwerke in den Mittelpunkt.

Eine weitere Führung um 13 Uhr auf der mittelalterlichen Wall- und Wehranlage bietet einen Einblick in archäologische Erkenntnisse rund um das historische Verteidigungs- und Wegenetz. Der Treffpunkt ist der Haupteingang am Rathaus. Die Führung dauert etwa 60 Minuten und ist nur bedingt barrierefrei.

Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

Unter dem diesjährigen Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Kulturveranstaltung. Seit 1993 präsentiert sie damit der Öffentlichkeit sonst nicht oder nur teilweise zugängliche Bauwerke und Denkmäler. Die Veranstaltung trägt außerdem den deutschen Beitrag zu den European Heritage Days bei, die das Bewusstsein für die Kultur und Vielfalt Europas fördern.

Anmeldung für die Tollensekaserne bis 4. September

Die Führung in der Tollensekaserne ist auf 40 Teilnehmer begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über www.neubrandenburg.de/kaserne. Interessierte müssen sich bis zum 4. September anmelden, um mehr Informationen zur Uhrzeit und zum Treffpunkt zu erfahren.