Im Kummerower See breiten sich Blaualgen aus. Das Amt Demmin-Land warnt ausdrücklich: „Baden Sie keinesfalls in diesem Gewässer! Leinen Sie ihre Hunde an.“ Die Warnung steht auf der Internetseite des Amtes. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bestätigt, dass aktuell nur der Kummerower See im Landkreis betroffen ist – allerdings nicht alle Badestellen.
Diese Badestellen sind betroffen
Warnhinweise zu nachgewiesenen Blaualgen wurden in Sommersdorf, Verchen und Gravelotte angebracht. Die Badestellen in Salem und Kummerow gelten derzeit als nicht betroffen. Die Behörden raten seit Dienstag vom Baden in den betroffenen Bereichen ab. Es bestehe die Gefahr von Hautreizungen, allergischen Reaktionen sowie Übelkeit beim Verschlucken von Wasser.
Warum Blaualgen entstehen
Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) treten Blaualgenblüten besonders in warmen Sommermonaten auf. Ob sie den Badestrand erreichen, hängt stark von Wind und Wetter ab. Die Situation kann sich innerhalb weniger Stunden oder Tage wieder ändern.
Cyanobakterien kommen natürlicherweise in Küsten- und Binnengewässern vor. Sie betreiben Fotosynthese und können Toxine bilden. Der Farbstoff Phycocyanin sorgt für die markante Verfärbung des Wassers. Bei Berührung sind Haut- und Schleimhautreizungen möglich; beim Verschlucken größerer Wassermengen können Übelkeit und Erbrechen auftreten, so das Lagus.
Woran man Blaualgen erkennt
Wenn Gewässer von Blaualgen betroffen sind, hängen oft Warnhinweise an den Badestellen aus. So auch am Kummerower See. Sollten keine Warnhinweise aushängen, müssen folgende Kriterien beachtet werden: Aufs Baden sollte verzichtet werden, wenn die eigenen Füße im knietiefen Wasser wegen bläulich-grüner Trübung nicht mehr zu sehen sind, erklärt das Lagus.
Außerdem sollten Bereiche mit sichtbaren grünen oder blaugrünen Schlieren, Teppichen oder starken Trübungen vollkommen gemieden werden. Kinder dürfen auch im Uferbereich oder im flachen Wasser nicht spielen, wenn Blaualgenverdacht besteht. Denn auch dort könnten sie Wasser, Blütenmaterial oder Wasserpflanzen aufnehmen.
So schützt man sich
Um den Risiken aus dem Weg zu gehen, sollten uferferne oder unbelastete Einstiegsbereiche wie Stege zum Baden genutzt werden. Sollte trotz Warnhinweisen oder wegen Unwissenheit in einem belasteten Gewässer gebadet worden sein, empfiehlt das Lagus, sich anschließend abzuduschen und sofort die Kleidung zu wechseln.