Tourismusregion „Mecklenburgs Mitte“: Bützow soll beitreten
„Mecklenburgs Mitte“: Bützow soll beitreten

Die geplante gemeinsame Tourismusregion „Mecklenburgs Mitte“ steht offenbar kurz vor der Gründung. Die Stadt Schwaan hat einem Beitritt bereits zugestimmt, und auch Bützow will es erneut versuchen. Das Urlaubsmagazin „Mecklenburgs Mitte“ mit den Städten Güstrow, Krakow am See und Bützow ist gerade fertig geworden und enthält Geschichten, Ausflugstipps, Sehnsuchtsorte und ein integriertes Gastgeberverzeichnis. Diesmal ist auch Schwaan mit dabei, wie der Güstrower Touristiker Olav Paarmann mitteilte.

Antrag soll im Juni 2027 gestellt werden

Die Zustimmung Schwaans ist ein handliches Zeichen dafür, dass die Tourismusregion auf der Zielgeraden ist. Eine entsprechende Vorlage liegt der Bützower Stadtvertretung im September vor, sagte Paarmann, der Vizechef und Schatzmeister des Güstrower Tourismusvereins. Er sei zuversichtlich, dass Bützow zustimmt, sodass der Antrag spätestens im Juni 2027 beim Schweriner Wirtschaftsministerium gestellt werden kann.

Gemeinsame Aktionen geplant

Dann könnten touristische Aktionen von Messebesuchen über verbindende Buslinien bis zu konkreten Ansprechpartnern beim Landestourismusverband gebündelt werden. Gemeinsam könnten Schwerpunkte herausgearbeitet werden, was touristisch erreicht werden soll. Aktionen wie die Bewerbung markanter Ausflugsziele etwa mit einem Kunstflyer für Güstrow sowie Schwaan, naturnaher Urlaub wie im Warnow-Durchbruchstal oder die Erarbeitung und Umsetzung eines Fahrradwegs zwischen Güstrow und Bützow könnten dann gebündelt angegangen werden.

Kurabgabe zweitrangig

Absprachen zu einer Kurabgabe durch Urlauber – „mit etwa 1,50 Euro keine Riesensumme“ – seien da eher zweitrangig, so Paarmann. Eine Kurabgabe hatte zuletzt für Diskussionen in den Stadtvertretungen Krakow und Bützow gesorgt. Bützow hatte deshalb zuletzt einen Beitritt zum Tourismusverbund abgelehnt. Krakow erhebt bereits eine Abgabe in den Sommermonaten von 1,50 Euro.

Momentan gehe es erst einmal um die Ebung des politischen Wegs und eine harmonische Willensbekundung aller beteiligten Städte zur Schaffung einer Basis, sagte der Touristiker. Die Bergringstadt Teterow, die schon Mitglied des Tourismusverbandes Mecklenburgische Schweiz ist, könne weiter kooperierender Partner sein, ebenso Goldberg.