Im Dokumentationszentrum Prora im Landkreis Vorpommern-Rügen wurde am Donnerstag eine neue Sonderausstellung eröffnet. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Deutschland nach 1945 mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen ist.
Verdrängung und Wandel
Nach Kriegsende hätten die meisten Deutschen ihre Verantwortung verdrängt und über das Geschehene geschwiegen, heißt es vom Dokumentationszentrum. Erst allmählich habe sich der Umgang mit der NS-Zeit gewandelt – in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich.
Perspektiven von Betroffenen und Nachkommen
Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt. Sie greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf – von Überlebenden der Verfolgung über die vormaligen Täter und Mitläufer bis zu deren Nachkommen.