Rund 200 Gäste haben in der ausverkauften Aula der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam ein Konzert des Streicherensembles der „Neuen Philharmonie MV“ erlebt. Die Musiker erhielten am Ende stehende Ovationen und Bravorufe. Im September 2026 kehren sie zum zehnjährigen Jubiläum an ihre erste Spielstätte in der Region zurück.
Mozart, Piazzolla und Tschaikowski in historischer Kulisse
Die historische Aula im gerade erst wieder eröffneten Schulstandort am neuen Campus in der Innenstadt bot eine stimmungsvolle Kulisse. Eröffnet wurde der Abend mit Mozarts „Kleiner Nachtmusik“. Deren Eröffnungsklänge kennt wohl jeder, das ganze Stück wird jedoch selten gespielt, wie Nordkurier-Chefredakteur Gabriel Kords in den Abend einführte.
Danach folgte mit Astor Piazzollas „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ in der Fassung für Streichorchester von Leonid Desyatnikov ein klarer Kontrast zu ruhigen Sommernächten. Vor allem der aus Kolumbien stammende Konzertmeister Juan Esteban Rendón begeisterte dabei mit seiner Hingabe beim Geigenspiel. Nach der Pause stand die Streicherserenade von Tschaikowski auf dem Programm.
Besondere Verbindung zur Stadt
Dirigent Andreas Schulz sagte kurz vor der Zugabe: „Zu Anklam haben wir eine besondere Verbindung.“ Für einige der jungen Musiker war es nicht der erste Besuch in dem Schulgebäude. Vor einigen Jahren sollte das Orchester eigentlich in der Nikolaikirche aufspielen, doch diese war für Mensch und Instrumente zu kalt. Daraufhin erfolgte der rasche Umzug samt Publikum in die nahe Schulaula.
Die Organisatoren schlussfolgerten nach dem Konzert, dass es bei so viel Zuspruch im Kartenverkauf fast schon zwei Konzerte in der Peenestadt hätten sein können. Bernd Wieczorkowski und Altbürgermeister Wolfgang Stifft zeigten sich einig: „Es war ein tolles Erlebnis und ein großartiger Klang.“ Stifft verwies darauf, dass zu seiner Amtszeit die Knabenchorkonzerte in eben jener, nun sanierten Aula stattfanden. Bürgervorsteher Andreas Brüsch, der ein Grußwort hielt, erinnerte sich als aktiver Teil der jungen Sänger an die Aula.
Unterstützung für die Konzertreihe
Die Reihe „Stadt.Land.Klassik!“ wird von der Landesregierung gefördert, wie Kords erwähnte. Zudem begleiten viele Privatpersonen die Konzerte mit Sponsoring, darunter die rotarischen Freunde um Stephan Schröder aus Neu Kosenow. Schröder sicherte vor Ort die weitere Spendenbereitschaft für folgende Konzerte zu.
Im September 2026 kommen die Musiker zum zehnten Mal nach Anklam zurück.