Der Tierschutzverein (TSV) Demmin mit seinem Katzenhaus in Neukalen fordert zum Weltkatzentag am 8. August eine einheitliche Katzenschutzverordnung für Mecklenburg-Vorpommern. Anlass ist die anhaltend hohe Zahl freilebender Katzen in der Region.
Straßenkatzen sind auf Hilfe angewiesen
In einer Gartenanlage in Demmin ließ der TSV mit Unterstützung der Stadt kürzlich zwölf ausgewachsene Katzen und Kater in einer Tierklinik kastrieren. Fünf Katzenkinder litten dabei an Katzenschnupfen und wurden tierärztlich behandelt.
Nach Angaben des Vereins sind die Tiere sehr scheu und nicht an Menschen gewöhnt. Sie benötigen dennoch regelmäßige Fütterung und Behandlungen gegen Parasiten, dafür sind unter anderem Futterstellen in der Stadt notwendig. Die Tiere stammen überwiegend von Hauskatzen ab, die nicht kastriert sind, aber Freigänger. Deswegen können sie sich unkontrolliert vermehren.
Besonders im Frühjahr würden häufig Katzenbabys verschenkt, heißt es vom Verein. Da Katzen in guten Jahren zwei bis drei Würfe bekommen können, lasse sich der Nachwuchs oft nicht dauerhaft vermitteln. In der Folge würden Tiere als Fundtiere in Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt.
Kastrationsaktionen laufen bereits
Der TSV Demmin spricht sich dafür aus, dass freilaufende Katzen mit Halter ab der Geschlechtsreife verpflichtend kastriert, gechipt und registriert werden. Ziel ist eine bessere Kontrolle des Bestands und die Vermeidung von Nachzucht bei frei lebenden Tieren. Aktuell laufen nach Vereinsangaben Kastrationsaktionen in Demmin, Stavenhagen und Malchin.
Dort können streunende Katzen kostenfrei kastriert werden. Personen, die Futterstellen betreuen oder freilebende Katzen versorgen, können sich an den TSV Demmin oder das Katzenhaus in Neukalen für Kastrationen wenden.