Wiesencafé aus Stroh: Weltrekord-Versuch in Borken am 30. August
Weltgrößtes Wiesencafé aus Stroh in Borken eröffnet

Am Sonntag, dem 30. August, soll in Borken das weltgrößte Wiesencafé eröffnet werden. Anlässlich des 775-jährigen Bestehens der Stadt Pasewalk werden dann 775 Gäste an einer Tafel Platz nehmen, die aus gepressten Strohballen besteht. Die Tickets sind bereits ausverkauft, doch das Gut Borken als Initiator feiert an diesem Tag zugleich sein Erntefest.

Stroh als zentrales Element des Bio-Betriebs

„In den letzten Wochen haben wir auf unseren Äckern bereits das Stroh eingepresst“, sagt Dr. Sven Grumbach, Geschäftsführer des Gutes. Für einen Bio-Betrieb sei die Verwendung von Stroh elementar – sowohl als Einstreu als auch als Liegefläche für die Tiere. „Die Rinder liegen wirklich gern auf Stroh, das Korn wächst daran und nicht zuletzt ist es als Dung für den Acker perfekt“, erläutert Grumbach.

Pro Jahr werden vom Gut 7000 bis 8000 große Strohballen benötigt – für jedes Rind knapp zwei Stück. Ein solcher Ballen wiegt zwischen 400 und 430 Kilogramm und ist über zwei Meter lang sowie etwa 1,20 Meter breit. „In den letzten Jahren hat sich entwickelt, dass das Hauptthema beim Erntefest Stroh ist.“

97 Strohballen für das Rekord-Wiesencafé

Daraus sei die Idee geboren, noch mehr mit Stroh zu machen. „Wir haben Feste gestaltet, wie das Strohdorf Bullerbü und die Stroh-Arena im letzten Jahr“, so der Geschäftsführer. Nun, da die Stadt Pasewalk ihr 775. Jubiläum feiert, sollte auch vom Gut Borken ein Beitrag geleistet werden.

Als Landwirte fühle man sich als verbindendes Element zwischen Stadt und Land. „Als Krönung kommt in diesem Jahr das Wiesencafé. Allein dafür sind 97 Ballen notwendig und die haben wir frisch gepresst“, betont Grumbach. Diese würden mit Tischdecken, Sammeltassen und allem, was man für Kaffee und Kuchen brauche, eingedeckt.

Erntefest mit Strohburg, Live-Musik und regionalen Speisen

„Aber das Wiesencafé ist nur ein Teil des Erntefestes. Mit dem Fest wollen wir uns bei den Leuten im Dorf für das Verständnis bedanken, wenn wir mit großer Technik durch die Dörfer fahren“, macht Grumbach deutlich. Bei dieser Trockenheit sei auch eine Staubbelastung vorhanden.

„Zudem gibt es wieder eine riesige Strohburg für Kinder, eine aus Stroh gebaute Feuerwehr, ein Labyrinth, Mittelalterspiele und Live-Musik“, zählt der Geschäftsführer auf. Angeboten werden regionale Speisen. Karten für das Wiesencafé gibt es zwar keine mehr, doch der Eintritt zum Erntefest ist frei. „Man kann gern zuschauen und Fotos machen“, sagt Sven Grumbach. Das Erntefest auf Gut Borken ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, genügend Parkplätze sind vorhanden.