Wikingerfest in Malchow: Schaukampf und Puppentheater, doch das Schiff fehlte
Wikingerfest in Malchow: Schaukampf, aber Schiff fehlt

Das Malchower Wikingerfest am Kloster zog am Sonntag zahlreiche Besucher an. Rund um das Kloster hatten sich zum sechsten Mal ein Wikingerdorf mit Zelten, Handwerkskunst und Kinderangeboten ausgebreitet. Am Sonntag war das Wetter angenehmer als am Samstag, als Temperaturen über 30 Grad herrschten.

Handwerk und kulinarische Vielfalt

Weiße Zeltspitzen ragten in den Himmel, Felle, Schilde, Trinkhörner und allerlei Waren lagen an den Ständen aus. Mittelalterliche Musik war über den Platz zu hören. An den Ständen gab es alte Handwerkskunst zu sehen, Felle und andere Waren wurden angeboten. Kulinarisch reichte die Auswahl von Eis und Crêpes bis zu deftigen Wurst- und Eintopfgerichten. Auch Met wurde angeboten.

Angebote für Kinder und Schaukampf

Vor allem für Kinder gab es viel zu entdecken. Beim Bogenschießen konnten sie selbst ausprobieren, wie treffsicher sie sind. Daneben lockten Kinderschminken, Luftballons und ein kleines Karussell. Besonders großen Andrang gab es beim Puppentheater. Dutzende Kinder und Eltern versammelten sich vor der kleinen Bühne und verfolgten die Geschichte mit Kasper, dem Räuber und dem Wachtmeister.

Gegen 12 Uhr wurde es deutlich lauter auf dem Gelände. Beim Schaukampf der Wikinger auf dem Innenhof trafen die Kämpfer mit Schilden und Waffen aufeinander. Die Vorführung zog zahlreiche Besucher an.

Wikingerschiff fehlte in diesem Jahr

Eines allerdings fehlte in diesem Jahr. Normalerweise gehört auch ein Wikingerschiff zum Fest. „Das Schiff ist kurz vor der Veranstaltung kaputtgegangen“, erzählten Jana Heroldt und Jens Helbig, die mit ihrem Eis- und Zuckerwattestand bereits mehrfach beim Wikingerfest dabei waren.

Auch die große Hitze am Samstag habe sich bemerkbar gemacht. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad seien weniger Besucher gekommen als bei früheren Festen, berichteten die beiden. Und selbst diejenigen, die den Weg zum Kloster gefunden hatten, hätten bei der Hitze weniger Appetit gehabt. Am Sonntag sorgten niedrigere Temperaturen und etwas Wind für angenehmere Bedingungen und mehr Gäste. Vielleicht ist das Wikingerschiff im nächsten Jahr wieder flott und ergänzt die tolle Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit, hoffen die Händler und Besucher.