Flohmarkt Anklam zieht vom Peeneufer zum Flugplatz um
Flohmarkt Anklam zieht vom Peeneufer zum Flugplatz um

Der beliebte Anklamer Flohmarkt zieht nach fast 30 Jahren vom Peeneufer zum Flugplatz um. Der erste Termin am neuen Standort ist der 13. September 2026. Das bestätigt die Stadtverwaltung.

Umzug schneller als erwartet

Schon seit Jahren war bekannt, dass der Bau des Hansequartiers den Umzug des Flohmarkts nach sich ziehen würde. Nun geht die Verlegung der Trödlermeile, die während der Saison monatlich Tausende Besucher ans Peeneufer lockt, schneller über die Bühne als gedacht.

Beim letzten Flohmarkttermin am ersten Augustwochenende informierte die Stadtverwaltung die Händler mit Flyern und in zahlreichen Gesprächen über die neuen Eckdaten. Auch unter den Besuchern war der Umzug das Gesprächsthema Nummer eins und verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

Erster Termin am Flugplatz

Weil sich die Termine mit den Landesmeisterschaften des Motorsportclubs Anklam überschneiden, findet die September-Ausgabe nicht wie gewohnt am ersten Sonntag im Monat statt. Den Auftakt am Flugplatz gibt es erst am zweiten September-Sonntag, dem 13. September 2026, informiert Nils Hippmann, Sachgebietsleiter für Öffentliche Ordnung im Anklamer Rathaus.

Als Grund für den Standortwechsel nennt die Verwaltung die künftige Entwicklung des bisherigen Geländes mit dem Hansequartier. „Gleichzeitig erfreute sich der Flohmarkt in den vergangenen Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit. Die bisher zur Verfügung stehenden Flächen reichten zuletzt nicht mehr aus, um allen interessierten Händlern ausreichend Platz zu bieten“, erklärt Hippmann.

Neue Flächen und Parkplätze

Auf dem Flugplatzareal am Stadtrand stehe ausreichend Platz zur Verfügung. Im Vorfeld seien verschiedene alternative Standorte im Stadtgebiet geprüft worden. Als geeignete Lösung habe sich schließlich das Gelände des Flugplatzes Anklam erwiesen, das genug Platz für die Veranstaltung und ausreichend Parkplatzkapazitäten biete.

Die Stadt bittet Händler wie Besucher, die geänderten Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, und freue sich darauf, den Flohmarkt auch am neuen Standort in gewohnter Atmosphäre fortzuführen, heißt es in einer Mitteilung der Verantwortlichen.

Gemischte Reaktionen

Der Standortwechsel sorgt für Diskussionen – vor Ort und in den Anklam-Gruppen der sozialen Medien. Mit der Atmosphäre direkt am Peeneufer könne der Flugplatz offenbar nicht mithalten. Insbesondere zum 30. Jubiläum – der erste Flohmarkt am Bollwerk wurde im September 1996 abgehalten – hätten sich viele noch ein letztes Mal das besondere Flair am Flussufer gewünscht.

Zudem sei zu befürchten, dass weniger Menschen den Weg auf sich nehmen und Sonntagskunden in den Cafés und Bäckereien der Innenstadt wegblieben. Doch unter die Kritiker mischen sich auch Befürworter, die das zusätzliche Platzangebot begrüßen und sich aufgeschlossen zeigen, nach 30 Jahren den Grundstein für eine neue Flohmarkt-Ära in Anklam zu legen.