Neustrelitzer Ex-Bundestagsabgeordneter spricht über eigene Leihmutterschaft
Neustrelitzer Ex-Bundestagsabgeordneter über Leihmutterschaft

Der in Neustrelitz aufgewachsene Johannes Arlt Bjerrehøj hat sich auf Facebook zur Debatte um Jens Spahns Vaterschaft geäußert. Er ist SPD-Politiker, war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordneter und lebt mit seinem Mann Bjørn Bjerrehøj und dem gemeinsamen dreijährigen Sohn zusammen. Der Sohn wurde von einer altruistischen Leihmutter in Dänemark geboren.

Debatte um Leihmutterschaft

„Er ist das erste Kind eines deutschen Politikers, das von einer altruistischen Leihmutter in Dänemark geboren wurde. Mit Bjørn Bjerrehøj als Papa und mir als Co-Papa“, schreibt Arlt. Sechs Jahre dauerte der Weg. Das Paar versuchte Adoption in Deutschland und Schweden, wurde zugelassen, aber es gab nie einen Kindervorschlag. Dann bot eine Freundin an: „Wenn ihr ein Kind wollt, bin ich für euch da. Die mutigste Frau der Welt. Zehn Monate später wurde unser Sohn geboren.“

Stiefkindadoption in Deutschland

Nach der Geburt durchlief das Paar ein zweijähriges deutsches Adoptionsverfahren zur Stiefkindadoption. „Es wurde amtlich und gerichtlich festgestellt, dass mein Sohn eine Bindung zu mir hat und der Adoption staatlich zugestimmt wird“, erklärt Arlt. Er setze sich weiterhin dafür ein, „dass wir differenziert diskutieren und dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen für altruistische Schwangerschaften in Deutschland geprüft werden“. Seit 2025 ist Arlt bei einem deutschen Rüstungsunternehmen tätig.