Greifswalder Professorin warnt vor sozialen Medien bei Jugendlichen
Professorin warnt vor sozialen Medien bei Jugendlichen

Die Greifswalder Psychologieprofessorin Eva-Lotta Brakemeier von der Universität Greifswald weist auf ein ernstes Problem hin: Etwa jeder vierte Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren zeigt ein riskantes oder bereits krankhaftes Nutzungsverhalten in sozialen Netzwerken. Viele Jugendliche seien zu häufig und zu lange in sozialen Netzwerken unterwegs, so Brakemeier.

Expertenkommission der Landesregierung

Brakemeier ist Mitglied einer Expertenkommission der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, die sich mit den Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche beschäftigt. Die Kommission hat ihre Erkenntnisse nun vorgelegt.

Landesregierung plant Maßnahmen

Als Konsequenz will die Landesregierung die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken. Geplant sind unter anderem mehr Medienbildung an Schulen, eine stärkere Verankerung des Themas in der Lehrerausbildung sowie zusätzliche Unterstützung für Eltern. Außerdem sollen Hinweise zur Vermeidung von Internetsucht in die Vorsorgeuntersuchungen aufgenommen werden.

Empfehlungen für den Umgang mit Bildschirmen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte an, sich im Bundesrat für den Vorschlag der EU-Kommission einzusetzen, soziale Medien stärker an das Alter von Kindern und Jugendlichen anzupassen. Demnach sollen Kleinkinder unter drei Jahren möglichst ganz auf Bildschirme verzichten. Bei Kindern bis 13 Jahren soll die Nutzung sozialer Medien begrenzt und begleitet werden.