Im dritten Anlauf hat es geklappt: Lukasz Stefanicki ist an den Ort zurückgekehrt, an dem seine Handball-Zeit in Deutschland begann – bei der SG Uni Greifswald/Loitz. „Ich habe lange gewartet und gehofft. Ich freue mich, wieder hier zu sein“, sagt der Rückraumspieler, der an diesem Samstag seinen 30. Geburtstag feiert.
Rückkehr nach sechs Jahren
2017 war Stefanicki vom polnischen Zweitligisten Energetyk Gryfino an die Peene gekommen und sechs Jahre geblieben. 2024 wechselte er zum SV Fortuna Neubrandenburg. „Ich wollte damals einfach mal etwas anderes erleben“, erzählt der Handballer. Doch die Zeit in der Vier-Tore-Stadt war wenig erfolgreich.
In seiner ersten Spielzeit stieg Stefanicki mit den Fortunen überraschend aus der Regionalliga ab, der angepeilte sofortige Wiederaufstieg in der Folgesaison misslang klar. Von zwei verlorenen Jahren will der Spielmacher nicht sprechen. „Aus sportlicher Sicht kann man das vielleicht so sehen, Abstieg und den Aufstieg verpasst. Aber die Zeit hat mir viel gegeben“, sagt er und fügt hinzu: „Es war keine einfache Zeit bei Fortuna, wir hatten drei Trainer in zwei Jahren.“ Zuletzt unter Jörn Schläger sei es aufwärtsgegangen.
Neue Aufgabe als Trainer
Da hatte sich Lukasz Stefanicki aber bereits entschieden, zurück nach Loitz zu gehen. Erste Gespräche zwischen dem Spieler und Uni-Trainer Jürgen Radloff hatte es bereits nach der Abstiegssaison gegeben, dann nochmal in der Winterpause der Vorsaison. „Lukasz wollte das bei Fortuna aber noch zu Ende bringen“, sagt er. Radloff wollte Stefanicki unbedingt zurück haben und erwartet in der neuen Saison in der Regionalliga, dass der Pole eine Führungsrolle besetzt.
Jetzt freut sich Lukasz Stefanicki, der mit seiner Familie in Demmin lebt und dort als Lehrer arbeitet, auf seinen alten Club und die kommenden Auftritte in der Peenetalhalle. „Ich war sechs Jahre in Loitz, habe viel erlebt. Als Zuschauer war ich auch während meiner Fortuna-Zeit öfter mal hier, das war immer schön“, sagt er. Bei der SG Uni Greifswald/Loitz wird der 30-Jährige auch als Trainer tätig sein – er übernimmt die B-Jugend.
Ziele für die neue Saison
Mit den Regionalliga-Handballern möchte Stefanicki eine sorgenfreie Saison spielen. „Wir möchten am Ende besser dastehen als im letzten Jahr“, sagt er. In der Saison 2025/26 belegten die Uni-Handballer Rang acht in der 4. Liga – da ist wirklich noch Luft nach oben.