Die Haff-Dichtungen GmbH in Ueckermünde investiert rund fünf Millionen Euro in ihren Standort im Gewerbegebiet Berndshof. Das Unternehmen mit etwa 90 Beschäftigten will damit seine Produktionskapazitäten erweitern und neue Märkte außerhalb Europas erschließen. Der Baustart für eine neue Werkhalle ist für Oktober geplant.
Fünf Millionen Euro für Maschinen und Halle
Geschäftsführer Steffen Ruhnau kündigte an, dass rund fünf Millionen Euro in die Erweiterung fließen. Davon werden neue halbautomatische und automatische Maschinen für die Produktion von Flachdichtungen angeschafft. Diese sollen in einer neuen Werkhalle untergebracht werden, die an den bestehenden Betrieb angebaut wird.
Für die Teilinvestition in Maschinen und Anlagen in Höhe von rund einer Million Euro überbrachte Landeswirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank (parteilos) einen Förderbescheid. Die 370.000 Euro stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.
Minister lobt regionales Unternehmen
„Starke Unternehmen sind das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft“, sagte Blank bei der Übergabe. Mit der Förderung unterstütze das Land weitere Investitionen in den Produktionsstandort. Damit werde weiteres erfolgreiches Wachstum eines regional verwurzelten Unternehmens ermöglicht. Das stärke nicht nur den Wirtschaftsstandort Ueckermünde, sondern die Zukunftsfähigkeit des Landes insgesamt.
Das Unternehmen produziert monatlich rund 4 bis 5 Millionen Dichtungen aus verschiedenen Materialien. Diese werden vor allem im Heizungs- und Sanitärbereich, im Schiffbau sowie in der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Als Beispiele nannte Ruhnau Aida-Schiffe, auf denen viele Dichtungen aus Ueckermünde verwendet werden, sowie Ersatzteil-Dichtungen für Mopeds.
Digitalisierung und Expansion bis 2030
Die Digitalisierung der Produktion wird zum 1. September abgeschlossen. Die Verwaltung soll bis Ende nächsten Jahres papierfrei sein. Danach will das Unternehmen verstärkt auf Künstliche Intelligenz setzen, um Prozesse zu verschlanken und weiter zu wachsen. Das Vertriebsnetzwerk soll ebenfalls erweitert werden.
Aktuell liefert das Unternehmen seine Dichtungen zu jeweils 50 Prozent nach Deutschland und nach Europa. Mit der Expansion zielt das Werk unter anderem auf Kanada und Südamerika. Die GmbH bildet in den Berufen Maschinen- und Anlagenführer, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachinformatiker und Industriekaufmann/-frau aus. Ab September kommt ein zweiter Dual-Student hinzu – Steffen Ruhnaus Sohn Tim. „Damit ist die langfristige Unternehmensnachfolge gesichert“, sagte der Geschäftsführer.