Voraussichtlich nach den Sommerferien 2026 beginnt das nächste größere Straßenbauprojekt in der Sternberger Seenlandschaft. Autofahrer müssen sich dann für mehrere Wochen auf eine kilometerlange Umleitung im Bereich Hohen Pritz und Mestlin einstellen.
Sanierung der L16 zwischen Mestlin und Hohen Pritz
Die Gemeinde Hohen Pritz informierte kürzlich auf Facebook über die geplante Instandsetzung der Landesstraße zwischen Mestlin und Hohen Pritz (L16). Nach aktuellem Stand sind die Bauarbeiten auf der rund sechs Kilometer langen Strecke „Ende September/Anfang Oktober“ geplant. Die Bauzeit beträgt insgesamt sechs Wochen, wobei die L16 für die Hälfte dieser Zeit voll gesperrt wird.
30 Kilometer Umleitung über Goldberg
Während der Vollsperrung wird der Verkehr großräumig zwischen Mestlin und Dabel über Goldberg-Dobbertin umgeleitet – eine Strecke von rund 30 Kilometern. Die direkte Route über die L16 von Mestlin nach Dabel ist nur etwa 11 Kilometer lang und dauert rund 10 Minuten. Mit der Umleitung müssen Autofahrer rund eine halbe Stunde Fahrzeit einplanen.
Noch keine konkrete Zeitplanung
Das zuständige Straßenbauamt teilte auf Anfrage mit: „Für dieses Bauvorhaben gibt es noch keine konkrete Zeitplanung.“ Allerdings habe bereits eine Planungsberatung mit den betroffenen Ämtern Goldberg, Sternberg und „diversen Betroffenen des Landkreises“ stattgefunden. Dabei soll geklärt werden, ob das Projekt durch andere Baumaßnahmen beeinflusst werden könnte und welche Besonderheiten wie Erntezeiten zu berücksichtigen sind.
Zustand der Strecke
Das Teilstück der L16 zwischen Mestlin und Hohen Pritz ist rund sechs Kilometer lang und weist an etlichen Abschnitten Risse im Straßenbelag auf. Dunkle Asphaltflicken deuten darauf hin, dass die Strecke bereits mehrfach ausgebessert wurde.
Weitere Baumaßnahmen in der Region
Das Straßenbauamt Schwerin plant in diesem Jahr insgesamt 46 Baumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim. Eines der größten Projekte ist der Brückenneubau in Warin für rund 2,8 Millionen Euro. Dort müssen Autofahrer bereits seit vergangener Woche bis voraussichtlich 21. August aufgrund einer Vollsperrung einen erheblichen Umweg auf Landstraßen über Neukloster fahren. Die Ausweichstrecke ist rund 30 Kilometer lang. Im Amt Neukloster-Warin soll zudem bis Ende des Jahres die Ortsdurchfahrt in Glasin ausgebaut werden. Auf einer Länge von 200 Metern wird die Fahrbahn auf sechs Meter verbreitert. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung, die Umleitung führt über die K39 bis Babst, K40 nach Perniek und L101 nach Glasin.