Kaufland Parchim: SB-Kassen mit K-Scan eingeführt
Kaufland Parchim: SB-Kassen mit K-Scan eingeführt (23.08.2026)

In der Kaufland-Filiale in Parchim sind Anfang August zehn Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) mit dem System K-Scan eingeführt worden. Kunden können ihre Artikel während des Einkaufs selbst scannen und anschließend an einer SB-Kasse bezahlen. Die klassischen Kassen bleiben erhalten.

So funktioniert der neue Scan

Voraussetzung für die Nutzung von K-Scan ist eine Registrierung mit der Kaufland Card „XTRA“. Am Eingang scannen Kunden ihre Karte oder App, entnehmen einen Handscanner und befestigen ihn am Einkaufswagen. Während des Einkaufs scannen sie die Artikel direkt beim Einlegen in den Wagen. Zum Bezahlen wird der Einkauf per QR-Code an die SB-Kasse übermittelt. Alternativ können Kunden für den Scan-Vorgang auch ihr Mobiltelefon nutzen.

Kontrollen und Vertrauen

Die Kontrolle erfolgt stichprobenartig: Das System wählt Kunden per Zufallsgenerator aus. Dort kontrolliert der Mitarbeiter im SB-Kassenbereich bei einigen Artikeln, ob diese vom Kunden gescannt wurden. „Wenn das der Fall ist, vertrauen wir dem Kunden, dass der Rest ebenfalls stimmt“, erläutert Hausleiter Alexander Priok. Er betont, dass alle Filialen mit herkömmlichen Kassen ausgestattet bleiben. „Ein paar persönliche Worte mit der Kassiererin wechseln, das ist vielen Kunden wichtig. Und diese Möglichkeit sollen sie auch weiterhin haben.“

Verbreitung und Erfahrungen

Das System wird derzeit in über 250 Filialen in Deutschland angeboten. Laut Kaufland eignet sich K-Scan besonders für größere Einkäufe und soll neue Nutzergruppen ansprechen. Das Unternehmen berichtet von einer hohen Wiederverwendungsrate bei Kunden, die das System getestet haben. Kundin Julia Edelind aus Parchim zeigt sich zufrieden: „Wir sind mit dem neuen System zufrieden. Es vereinfacht den Einkauf und man muss nicht mehr an den klassischen Kassen in der Schlange stehen.“

Selbstversuch des Autors

Der Autor hat das System selbst ausprobiert. Zuerst gab es eine Hürde: Der Leergutbon wurde vom Handscanner nicht erkannt. Wie er erfuhr, muss das Leergut an der Kasse eingescannt und abgerechnet werden. Der Rest des Einkaufs funktionierte problemlos. Nach dem Scan aller Artikel hielt er den Handscanner über das Scanfeld der SB-Kasse, wählte die Zahlungsart und hielt nach der Bezahlung den „Austrittsbon“ an den Scanner am Ausgang. Der eigentliche Kassenzettel wird online in die App geschickt. Das Ganze geht schneller als an einer klassischen Kasse und ist keine Raketenwissenschaft. Ob man sich mit dem System anfreunden mag, muss jeder Kunde für sich entscheiden.