L 11: Zwei Brückenbaustellen sorgen für Hoffnung in der Region
L 11: Zwei Brückenbaustellen sorgen für Hoffnung

Zwei gesperrte Brücken im Abstand von fünf Kilometern und mittendrin eine zeitweise abgeriegelte Autobahnabfahrt: Die Situation auf der Landesstraße 11 zwischen Teterow und Krakow am See hat sich Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse angeschaut und die beiden Brückenbaustellen besucht. Sie wertete die Baumaßnahmen als Beitrag zur Verkehrssicherheit und regionalen Anbindung.

Brücke über Bahnstrecke soll Anfang 2028 fertig sein

In Langhagen entsteht ein Ersatzbau über die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde. Die Brücke ist Teil der L 11 und verbindet die Region mit der Autobahn A 19. Rund 26 Prozent des Verkehrs entfallen dort auf den Schwerlastverkehr. Das Bauwerk verbindet zugleich die Bahnsteige des Haltepunkts Langhagen; neben Treppen wird eine barrierefreie Rampe gebaut. Die Arbeiten haben Ende Juli begonnen und sollen Anfang 2028 abgeschlossen werden. Die alte Brücke wird allerdings schon am 20. August wieder freigegeben. Die Kosten für den Neubau liegen bei rund 8,9 Millionen Euro.

Die L 11 verknüpft unter anderem Kühlungsborn, Bützow, Krakow am See und Teterow mit der A 19. Mit dem Neubau bleibt auch der direkte Anschluss eines Kieswerks und eines Betonfertigteilwerks an die Bundesautobahn gesichert.

Kuchelmiß: Historische Brücke wird erneuert

In Kuchelmiß wird die historische Brücke über die Nebel erneuert. Über dem Ziegelgewölbe von 1907 wird eine Tragkonstruktion aus Stahlbeton errichtet, die mit Naturstein verkleidet wird. So bleibt das Gewölbe erhalten und das Bauwerk fügt sich in die Umgebung ein. Die Bauarbeiten laufen seit Januar. Das Land trägt die Kosten von rund 2,2 Millionen Euro. Ziel ist die Verkehrsfreigabe bis Ende des Jahres.

Jesse betonte die Bedeutung belastbarer Landesstraßen für den ländlichen Raum. Investitionen in Brücken und Straßen seien für Mobilität und Wirtschaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern relevant. Von den Bauvorhaben profitierten auch Bauunternehmen sowie Ingenieur- und Planungsbüros im Land.

Investitionen von 263 Millionen Euro in diesem Jahr

Zusätzlich ließ sich die Staatssekretärin über den Planungsstand eines straßenbegleitenden Radwegs auf dem Damm zwischen dem Krakower Ober- und Untersee an der L 204 zwischen Wadehäng und Dobbin informieren.

Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr laut Ministerium insgesamt rund 263 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen rund 182,4 Millionen Euro auf Bundesstraßen und 80,6 Millionen Euro auf Landesstraßen. Im Vorjahr investierten Bund und Land 159,6 Millionen Euro in Straßenbaumaßnahmen im Land.